Swinetunnel

Tunnel zwischen Swinemünde und Wolin

Swinemünde · Infrastruktur

Der Swinetunnel – die neue Verbindung zwischen Usedom und Wolin

Am 30. Juni 2023 wurde der Swinetunnel eröffnet. Er verbindet die Insel Usedom dauerhaft mit der polnischen Insel Wolin – wetterunabhängig, kostenfrei und ohne Wartezeiten. Was früher bis zu zwei Stunden Wartezeit an der Fähre bedeutete, dauert heute nur noch wenige Minuten.

📏 1,76 km – längster Unterwassertunnel Polens
🚗 Zweispurig · max. 50 km/h · kostenlos
📅 Eröffnet am 30. Juni 2023
💶 Baukosten: ca. 250 Millionen Euro

Der längste Unterwassertunnel Polens

Im Februar 2019 startete der Bau des Swinetunnels, der die Insel Usedom mit der polnischen Insel Wolin verbindet und damit eine direkte verkehrstechnische Anbindung zum polnischen Festland herstellt. Am 30. Juni 2023 wurde die Eröffnung gefeiert – seitdem ist der Tunnel für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

Mit einer Gesamtlänge von 1,76 Kilometern ist der Swinetunnel der längste Unterwassertunnel Polens. Er verläuft rund 14 Meter unter dem Fluss Świna. Die Hauptröhre ist zweispurig ausgebaut und hat einen Durchmesser von etwa 12 Metern, die Fahrbahnbreite beträgt rund 11 Meter.

Länge
1,76 km
Tiefe
14 m
Tempo
50 km/h
Maut
kostenlos
Durchmesser
ca. 12 m
Fahrbahnbreite
ca. 11 m
Kameras
110
Baukosten
250 Mio. €

Für die Sicherheit sorgen insgesamt 110 Kameras, die den Tunnel durchgehend überwachen. Ein eigenes Team von 14 Mitarbeitern kümmert sich ausschließlich um den Betrieb und die Überwachung der Anlage. Die Gesamtkosten des Bauprojekts beliefen sich auf rund 250 Millionen Euro.

Durch die neue Tunnelverbindung verkürzt sich die Überfahrt von Wolin nach Swinemünde auf wenige Minuten. War man früher auf die Fähre angewiesen und musste in der Hauptsaison oft 1–2 Stunden Wartezeit einplanen, ist die Verbindung heute jederzeit und wetterunabhängig nutzbar.

🚗
Die Nutzung des Swinetunnels ist derzeit kostenfrei – eine Maut wird aktuell nicht erhoben.

Mit dem Auto über A11 und S3 direkt zum Swinetunnel

Die Anreise nach Swinemünde mit dem Auto ist heute komfortabler und schneller denn je. Dank der gut ausgebauten Autobahnverbindungen und des neuen Swinetunnels gelangen Urlauber ohne Umwege und ohne die früher üblichen Wartezeiten an der Fähre auf die polnische Seite der Insel Usedom.

Besonders die Route über die A11 ab Prenzlau, in Kombination mit der modernen polnischen Schnellstraße S3, gilt als ideale Strecke für Reisende aus Berlin, Brandenburg und dem nördlichen Deutschland.

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A11 ab Prenzlau

Die Fahrt beginnt auf der A11, die durch die ruhige Landschaft der Uckermark führt. Entspannte Strecke bis zur deutsch-polnischen Grenze.

2
Grenzübergang

Aktuell gelegentlich Grenzkontrollen bei der Einreise nach Deutschland. Diese laufen meist zügig ab – kaum Wartezeiten.

3
Polnische S3

Hinter der Grenze direkt auf die vollständig modernisierte S3 – eine der besten Verkehrsachsen Polens. Übersichtlich, gut ausgeschildert, angenehm zu fahren. Zahlreiche Tankstellen und Rastplätze mit gepflegten Anlagen entlang der Strecke.

4
Swinetunnel

Kurz vor Swinemünde der klaren Beschilderung zum Tunnel folgen. Durchfahrt dauert nur wenige Minuten – danach direkt im Stadtgebiet.

Von hier aus ist es nur noch ein kurzer Weg zur Promenade, zu den Stränden, ins Zentrum oder zu den zahlreichen Hotels und Ferienunterkünften. Auch die Parksituation ist gut beherrschbar: Entlang der Promenade gibt es viele Parkplätze, meist gebührenpflichtig. Im Stadtzentrum finden sich häufig günstigere Alternativen. Viele Unterkünfte bieten ihren Gästen zudem eigene Stellplätze an.

💡
Entlang der S3 gibt es zahlreiche Tankstellen mit modernen, gepflegten Toilettenanlagen – ein großer Pluspunkt besonders für Familien.

Was ist mit den Fähren?

Durch den Swinetunnel hat sich der Fährverkehr verändert. Die Karsibór-Fähre ist für den regulären Pkw-Verkehr seit der Tunneleröffnung eingestellt. Ausgenommen sind Fahrzeuge mit Gefahrgut, Übergrößen und Pferdefuhrwerke.

Die Stadtfähre im Hafenbereich ist weiterhin in Betrieb und verbindet Swinemünde mit der Insel Wolin. Fußgänger und Fahrradfahrer können beide Fähren weiterhin nutzen und sind von den Fahrzeugbeschränkungen nicht betroffen.

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