Das Achterland Usedoms
Unterwegs im Hinterland der Insel
Achterland auf Usedom - Dörfer, Seen und die ruhige Seite der Insel
Das Achterland auf Usedom beginnt dort, wo Promenaden, Seebrücken und große Ostseebäder in den Hintergrund treten. Zwischen Achterwasser, Peenestrom, Stettiner Haff, Seen, Wäldern und Mooren liegen kleine Dörfer, Schlösser, Kirchen, Windmühlen und Häfen. Für mich gehört diese Seite der Insel genauso zu Usedom wie der Ostseestrand.
Was gehört zum Achterland auf Usedom?
Das Achterland ist keine eigene Gemeinde und keine Verwaltungseinheit. Der Begriff beschreibt die ländlich geprägten Bereiche abseits der Ostseebäder.
Zur touristischen Einordnung gehören vor allem der Lieper Winkel, die Usedomer Schweiz, das Thurbruch, die Landschaft am Stettiner Haff und der Usedomer Winkel. Achterwasser und Peenestrom prägen große Teile dieser Region zusätzlich.
Für Dich als Urlauber ist diese Einteilung vor allem praktisch: Im Achterland geht es weniger um einen einzelnen bekannten Ort als um Landschaften, kleine Dörfer und Wege zwischen den eigentlichen Ausflugszielen.
Achterland und Achterwasser sind nicht dasselbe
Das Achterwasser ist ein konkretes Küstengewässer auf der westlichen Seite der Insel. Das Achterland bezeichnet dagegen die Landschaft und die Orte hinter der touristisch stärker geprägten Ostseeküste.
Die einzelnen Wasserlandschaften findest Du ausführlicher unter Achterwasser auf Usedom, Peenestrom auf Usedom und Stettiner Haff auf Usedom.
Die wichtigsten Landschaften im Usedomer Achterland
Stadt Usedom - historischer Einstieg ins südliche Inselinnere
Die Stadt Usedom ist kein typisches Ostseebad. Statt Strand und Seebrücke findest Du hier einen kleinen historischen Stadtkern mit Anklamer Tor, Marktplatz, Marienkirche, Schlossberg und Hafen am Usedomer See.
Für eine Tour durch den südlichen Teil der Insel ist die Stadt ein sinnvoller Ausgangspunkt. Von hier kannst Du beispielsweise weiter Richtung Stolpe, Mönchow, Welzin oder Karnin fahren.
Ich bin selbst nicht besonders häufig in der Stadt Usedom. Trotzdem finde ich, dass man einmal dort gewesen sein sollte, gerade weil sich dieser Ort so deutlich von den Seebädern unterscheidet.
Orte, die Du im Achterland kennenlernen kannst
Die Orte liegen weiter auseinander als die Seebäder an der Ostseeküste. Gerade deshalb würde ich nicht versuchen, sie alle an einem Tag abzuhaken.
Schlösser, Mühlen und technische Geschichte
Im Achterland liegen die Sehenswürdigkeiten nicht direkt nebeneinander. Viele lassen sich aber sinnvoll mit einer Radtour oder kleinen Rundfahrt verbinden.
Noch mehr historische und landschaftliche Ziele findest Du unter Sehenswürdigkeiten auf Usedom.
Naturpark Insel Usedom
Der Naturpark Insel Usedom wurde 1999 gegründet und umfasst rund 59.000 Hektar. Neben großen Teilen der Insel gehören auch angrenzende Küstengewässer zum Naturpark.
Gerade im Achterland erkennst Du die landschaftliche Vielfalt besonders deutlich: Binnenküsten, Moore, Wälder, Wiesen, Seen und kleine Dörfer liegen teilweise nur wenige Kilometer voneinander entfernt.
Das Naturparkzentrum befindet sich im Klaus-Bahlsen-Haus im ehemaligen Bahnhof der Stadt Usedom. Dort gibt es eine Ausstellung zur Natur und Landschaft der Insel.
Weitere Informationen findest Du auf unserer Seite Naturpark Insel Usedom. Die aktuellen Öffnungszeiten kannst Du zusätzlich auf der offiziellen Seite des Naturparks prüfen.
Seen, Achterwasser, Peenestrom und Stettiner Haff
Wasser begleitet Dich im Achterland fast überall. Neben Achterwasser, Peenestrom und Haff liegen im Inselinneren zahlreiche Seen wie Schmollensee, Gothensee und Wolgastsee.
Anders als am Ostseestrand sind viele Ufer von Schilf, Feuchtwiesen oder privaten Grundstücken geprägt. Nicht jede Stelle, an der Du Wasser siehst, ist deshalb automatisch zugänglich oder als Badestelle geeignet.
Vier Möglichkeiten für einen Tag im Achterland
Eine gute Kombination aus hügeliger Landschaft, Windmühlen, Dorfgeschichte und Schloss.
Weniger Sehenswürdigkeiten abhaken und stattdessen Häfen, Achterwasser und kleine Dörfer miteinander verbinden.
Erst den historischen Stadtkern ansehen und danach über die kleinen Dörfer zum Peenestrom fahren.
Wolgastsee, Wald und Thurbruch mit einem Abstecher an das Stettiner Haff verbinden.
Mit dem Fahrrad durch das Achterland
Mit dem Fahrrad kannst Du die kleinen Orte deutlich besser miteinander verbinden als zu Fuß. Gleichzeitig bekommst Du mehr von der Landschaft mit als bei einer reinen Autofahrt.
Die Insel ist allerdings nicht überall flach. Besonders rund um Benz, Mellenthin und die Usedomer Schweiz gibt es spürbare Steigungen. Dazu kommen je nach Route Landstraßen, Waldwege und unbefestigte Abschnitte.
Was Du vor einem Ausflug ins Achterland wissen solltest
Auto, Fahrrad oder Bus?
Mit dem Auto bist Du zwischen den weit auseinanderliegenden Dörfern am flexibelsten. Das Fahrrad ist für mich die interessantere Variante, wenn Du genügend Zeit hast und die Landschaft tatsächlich erleben möchtest.
Ohne Auto musst Du genauer planen. Busverbindungen existieren, fahren aber nicht überall so häufig wie entlang der großen Küstenorte. Hin- und Rückfahrt würde ich deshalb immer gemeinsam prüfen.
Urlaub im Achterland statt direkt an der Ostsee
Eine Unterkunft im Achterland passt gut, wenn Dir Ruhe, Landschaft und kleinere Orte wichtiger sind als der tägliche kurze Weg zum Ostseestrand.
Dabei solltest Du die genaue Lage besonders sorgfältig prüfen. Einkauf, Restaurants, Bushaltestellen und Strand können deutlich weiter entfernt sein als in einem Seebad.
Wann gefällt mir das Achterland besonders gut?
Frühling und Herbst passen für mich besonders gut zum Achterland. Die Wege und Dörfer sind ruhiger und für Radfahren oder Spaziergänge sind die Temperaturen oft angenehmer als an heißen Sommertagen.
Im Sommer sind dafür mehr Ausflugsziele und gastronomische Angebote geöffnet. Im Winter wird es deutlich ruhiger, gleichzeitig musst Du mit stärker eingeschränkten Öffnungszeiten rechnen.
Für wen passt das Achterland auf Usedom?
Häufige Fragen zum Achterland auf Usedom
Gemeint sind die ländlich geprägten Landschaften und Orte abseits der großen Ostseebäder.
Nein. Das Achterwasser ist ein Gewässer. Das Achterland bezeichnet eine größere Landschaftsregion.
Zur touristischen Einordnung gehören vor allem Usedomer Schweiz, Thurbruch, Lieper Winkel, Usedomer Winkel und die Landschaft am Stettiner Haff.
Benz, Mellenthin, Stolpe, Rankwitz, Karnin und Kamminke sind gute Ausgangspunkte. Auch die Stadt Usedom lässt sich sinnvoll in eine Tour durch den Inselsüden integrieren.
Wasserschloss Mellenthin, Schloss Stolpe, die Windmühlen in Benz und Pudagla sowie die Hubbrücke Karnin gehören zu den markanten Zielen.
Ja, allerdings musst Du genauer planen. Fahrrad und Bus lassen sich kombinieren, aber nicht jedes Dorf wird häufig bedient.
Ja. Beachte aber, dass die Landschaft insbesondere in der Usedomer Schweiz deutlich hügeliger ist als die Küstenpromenade.
Für eine einzelne Region reicht ein Tagesausflug. Wenn Du mehrere Bereiche kennenlernen möchtest, würde ich die Touren auf mehrere Tage verteilen.
Das Achterland im Zusammenhang mit der ganzen Insel
Das Achterland gehört für mich zu einem vollständigen Usedom-Urlaub
Wer nur zwischen Unterkunft und Ostseestrand unterwegs ist, sieht nur einen Teil der Insel. Im Achterland lernst Du Usedom mit kleinen Dörfern, Seen, Häfen, Schlössern und viel Landschaft kennen. Ich würde dafür keinen vollgepackten Zeitplan machen. Zwei oder drei Ziele reichen meist völlig aus, wenn Du Dir unterwegs Zeit lässt.