Naturpark Usedom
Die grüne Insel am Meer
Naturpark Insel Usedom - geschützte Landschaft zwischen Ostsee, Achterwasser und Haff
Usedom wird nicht ohne Grund oft als „grüne Insel am Meer“ bezeichnet. Der Naturpark Insel Usedom umfasst fast die gesamte Insel, zahlreiche Gewässer, Wälder, Moore, Wiesen, Küstenlandschaften und insgesamt 14 Naturschutzgebiete.
Was ist der Naturpark Insel Usedom?
Der Naturpark Insel Usedom ist kein einzelnes Ausflugsziel, sondern ein großflächiger Schutz- und Landschaftsraum. Er umfasst fast die gesamte deutsche Seite der Insel Usedom sowie angrenzende Wasser- und Landschaftsbereiche.
Zum Naturpark gehören Ostseeküste, Achterwasser, Peenestrom, Teile des Stettiner Haffs, Wälder, Moore, Seen, Wiesen, Felder, Dörfer und Seebäder. Genau diese Mischung macht Usedom landschaftlich so vielfältig.
Offiziell wurde der Naturpark im Jahr 1999 gegründet. Seine Aufgabe ist es, wertvolle Lebensräume zu schützen und gleichzeitig eine naturverträgliche Erholung zu ermöglichen.
Naturpark Usedom auf einen Blick
Welche Landschaften prägen den Naturpark?
Der Naturpark Insel Usedom ist besonders vielfältig, weil auf engem Raum sehr unterschiedliche Lebensräume zusammentreffen. Die offene Ostseeküste liegt nur wenige Kilometer von stillen Seen, Moorflächen, Wäldern und Hafflandschaften entfernt.
Diese Vielfalt ist ein Ergebnis der eiszeitlichen Landschaftsentwicklung und der späteren Nutzung durch Menschen. Usedom ist daher nicht nur Naturraum, sondern auch Kulturlandschaft.
Vogelreicher Naturpark
Der Naturpark Insel Usedom zählt zu den vogelreichsten Landschaftsräumen im Nordosten Deutschlands. Insgesamt wurden hier über 280 Vogelarten beobachtet, etwa 150 Arten brüten auch auf der Insel.
Zu den typischen Arten gehören Seeadler, Weißstorch, Kranich, Graureiher, Eisvogel, verschiedene Entenarten und zahlreiche Watvögel. Während des Vogelzuges nutzen viele nordische Gänse, Enten und Schnepfenvögel die Gewässer und Feuchtgebiete als Rastplätze.
Besonders wichtig sind flache Seen, Schilfzonen, Salzwiesen, Moore und Flachwasserbereiche. Viele dieser Gebiete sind nicht zufällig schwer zugänglich, sondern dienen bewusst dem Schutz empfindlicher Lebensräume.
Flora und Lebensräume
Die Pflanzenwelt im Naturpark Usedom ist stark von Wasser, Boden und Relief geprägt. Buchenwälder dominieren auf vielen besser versorgten Standorten, während Kiefernwälder vor allem auf sandigen Böden und Dünenflächen vorkommen.
In feuchten und nährstoffreichen Bereichen finden sich Erlenbruchwälder. Nährstoffärmere Feuchtstandorte werden eher von Birkenbrüchen und Moorvegetation geprägt.
Moore spielen im Naturpark eine besondere Rolle. Sie speichern Wasser, bieten spezialisierten Pflanzen und Tieren Lebensraum und sind empfindlich gegenüber Störungen oder Entwässerung.
Seen, Haff, Peenestrom und Achterwasser
Ein großer Teil des Naturparks besteht aus Wasserflächen. Dazu gehören die Ostsee, der Peenestrom, das Achterwasser, Teile des Stettiner Haffs und zahlreiche Seen im Inselinneren.
Viele dieser Gewässer sind ökologisch besonders wertvoll. Sie dienen als Brut- und Rastplätze für Vögel, als Lebensraum für Fische und Amphibien und als prägende Elemente der Landschaft.
Nicht alle Gewässer sind zum Baden oder Angeln geeignet. Einige sind Naturschutzgebiete oder nur eingeschränkt zugänglich.
Naturschutzgebiete im Naturpark Insel Usedom
Innerhalb des Naturparks liegen 14 Naturschutzgebiete. Sie schützen besonders wertvolle Landschaftsbereiche, darunter Moore, Seen, Inseln, Halbinseln, Küstenabschnitte und Flachwasserzonen.
Natur erleben, ohne sie zu stören
Viele Bereiche des Naturparks lassen sich auf Wegen, Lehrpfaden, Aussichtspunkten und ruhigen Nebenstrecken erleben. Besonders interessant sind Moore, Seen, Wälder, Küstenabschnitte und das Achterland.
Gleichzeitig gilt: Nicht jeder Naturraum ist für Besucher gedacht. Schilfzonen, Brutgebiete und Feuchtflächen sollten nicht betreten werden. Rücksicht ist hier kein Zusatz, sondern Voraussetzung.
Orte und Landschaften im Naturpark
Der Naturpark umfasst nicht nur geschützte Natur, sondern auch gewachsene Orte und Kulturlandschaft. Dörfer, Seebäder, Landwirtschaft, Häfen und historische Orte gehören zum Gesamtbild dazu.
Häufige Fragen zum Naturpark Usedom
Der Naturpark wurde 1999 offiziell gegründet.
Aktuelle offizielle Angaben nennen rund 590 km² beziehungsweise etwa 59.000 Hektar.
Im Naturpark Insel Usedom liegen 14 Naturschutzgebiete.
Typisch sind Seeadler, Kraniche, Weißstörche, Graureiher, Eisvögel, Enten, Gänse und viele weitere Vogelarten.
Viele Bereiche sind zugänglich, sensible Schutzgebiete dürfen aber nur auf ausgewiesenen Wegen betreten werden.
Ja, zum Naturpark gehören auch wichtige Wasserflächen wie Achterwasser, Peenestrom, Teile des Stettiner Haffs und zahlreiche Seen.
Der Naturpark ist die stille Grundlage Usedoms
Der Naturpark Insel Usedom zeigt, dass die Insel weit mehr ist als Strand und Seebäder. Wälder, Moore, Seen, Hafflandschaften, Küstenabschnitte und Dörfer bilden zusammen eine außergewöhnlich vielfältige Kulturlandschaft.
Wer Usedom verstehen möchte, sollte deshalb nicht nur auf die Ostseeküste schauen. Gerade das Achterland, die Gewässer und die geschützten Landschaften prägen den Charakter der Insel nachhaltig.