Bernsteinbäder

Insel Usedom und der Bernstein

Das Gold der Ostsee

Die Bernsteinbäder auf Usedom, Ückeritz, Loddin, Koserow und Zempin, liegen an der schmalsten Landenge der Insel -zwischen der Ostsee und dem Achterwasser-. Hier, so sagt man, liegt das “Gold der Ostsee”, der Bernstein. Natürlich findest Du den beliebten Edelstein auch an Küstenabschnitten ausserhalb dieser Ortschaften, aber tatsächlich bin ich in den Bernsteinbädern am häufigsten fündig geworden. Vor allem, wenn die Winde die Ostsee aufpeitschen -meistens im Frühjahr und Herbst- wird das “Gold der Ostsee” an die Strände der Bernsteinbäder gespült. Diese solltest Du bei Deinem Besuch auf der Insel Usedom unbedingt entdecken.

Ückeritz

Urkundlich erwähnt wurde der Ort Ückeritz erstmals 1270 unter dem Namen “Vkerz” oder “Ukerz”, was soviel wie “Grenzdorf” bedeutet. Wie fast alle Gemeinden auf der Insel Usedom, war auch Ückeritz ursprünglich “nur” ein kleines Fischerdorf.
Als waldreichstes Seebad der Insel Usedom wird Ückeritz auch gern als “grüne Lunge” der Insel bezeichnet und lädt Naturliebhaber zu ausgiebigen Spaziergängen und Radtouren ein. Aber auch der Strand von Ückeritz kann sich sehen lassen: 2016 wurde er von den Lesern der “Ostsee-Zeitung” als schönster Strand der Insel Usedom gewählt. Schon zu DDR-Zeiten war der Camping-Tourismus in der Gemeinde vorherrschend und bis heute beherbergt Ückeritz einen der größten und beliebtesten Naturcampingplätze, “Am Strand”, auf der Insel Usedom.

Loddin

Die Ortschaft Loddin wurde urkundlich erstmals im Jahre 1270, unter dem Namen Lodino, aufgeführt. Mit seinen Reet gedeckten Katen konnte sich das kleine Fischerdorf seinen historischen Kern und Charme bis heute erhalten. Im Gegensatz zu den lebhaften Kaiserbädern, wird hier Ruhe und Erholung groß geschrieben. Auf seinen besonders schönen Wanderstrecken kann man die Natur genießen und einfach mal “alle Fünfe gerade sein lassen”. Der Ort ist geprägt von der Achterwasserküste und dem Naturschutzgebiet “Loddiner Höft”. In Loddin findest Du auch den Kölpinsee, der zum Verweilen und Durchatmen einlädt. Die 40 Meter hohe Steilküste mit dem Aussichtspunkt „Teufelsberg“, zieht jedes Jahr viele Besucher an.

Koserow

Im Jahre 1347 wurde die Ortschaft Koserow, damals unter dem Namen Kuzerowe, urkundlich erwähnt. Das idyllische Ostseebad Koserow hat eine wunderbar zentrale Lage. Es liegt ungefähr in der Mitte der Usedomer Ostseeküste.
Du findest hier die höchste Erhebung der Steilküste auf der Insel Usedom, den “Streckelsberg”. Er ragt 58 Meter empor und bietet einen einzigartigen Ausblick auf die Ostsee und in die Gemeinden links und rechts von Koserow. Beliebte Ausflugsziele in Koserow sind die “Salzhütten am Strand”, die alte “Back- und Feldsteinkirche” aus dem 13. Jahrhundert und natürlich die 261 Meter lange “Seebrücke”, die nun, nach Umbau im Juni 2021, in einem ganz neuen Glanz auf ihre Besucher wartet.

Zempin

Die erstmalige Erwähnung der Ortschaft Zempin geht auf das Jahr 1571 zurück. Damals noch ein kleiner, verschlafener Fischerort, heute bekannt als das kleinste See- und Bernsteinbad der Insel Usedom. Zempin liegt an der schmalsten Stelle Usedoms, zwischen Ostsee und Achterwasser und bietet daher ein ganz besonderes Ambiente. Die romantisch anmutenden, Reet gedeckten Häuser, findest Du hier in großer Vielzahl und geben Zempin einen unverwechselbaren Charakter. Das heutige Vereinshaus „Uns olle Schaul“, wurde bis zum Jahr 2000 als Schule genutzt (hier ging ich selbst als Knirps zum Unterricht). Heute beherbergt es ein kleines Museum zur Fischerei und Ausstellungsort für alte Boote. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall.

Uns olle Schaul