Naturpark Usedom

Die grüne Insel am Meer

Nicht ohne Grund wird die Insel Usedom häufig als „die grüne Insel am Meer“ bezeichnet. Die gesamte Insel gehört zum Naturpark Usedom, in dem mehr als zehn Naturschutzgebiete ausgewiesen sind. Diese hohe Dichte geschützter Landschaften unterstreicht die besondere Bedeutung Usedoms als Natur- und Erholungsraum.

Im Jahr 1999 wurde die Kulturlandschaft der Insel offiziell als Naturpark anerkannt. Der Naturpark Usedom umfasst rund 632 Quadratkilometer, von denen etwa die Hälfte aus Gewässern besteht. Große Flächen nehmen zudem Wälder, Moore, Wiesen sowie landwirtschaftlich genutzte Bereiche ein.

Landschaften im Naturpark Usedom

Der Naturpark Usedom zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Vielfalt an Landschaftsformen aus, die auf engem Raum zusammentreffen. Neben der Ostseeküste mit ihren breiten Sandstränden gehören dazu auch zahlreiche Binnenlandschaften.

  • Binnenküsten

  • Strandseen

  • Wiesen und Weiden

  • Dünen und Steilküsten

  • ausgedehnte Wälder

  • Moore und Seen

  • Inseln und Halbinseln

  • kleine Dörfer und historische Seebäder

Vogelreicher Naturpark

Der Naturpark Usedom zählt zu den vogelreichsten Regionen Deutschlands. In den vergangenen Jahren wurden hier rund 280 Vogelarten beobachtet, von denen etwa 150 auf der Insel brüten.

Zu den typischen Arten zählen unter anderem Weißstorch, Kranich und Graureiher. Daneben kommen auch seltenere Arten wie Eisvogel oder Seeadler vor. Während des Vogelzuges wird Usedom zudem von zehntausenden nordischen Gänsen, Enten und Schnepfenvögeln besucht.

Flora und Fauna im Naturpark Usedom

Die Vegetation im Naturpark Usedom wird maßgeblich von Buchenwäldern geprägt. Aufgrund der guten Wasserversorgung ist die Buche die dominierende Baumart. Daneben finden sich Kiefernwälder auf sandigen Dünen- und Sanderflächen.

In nährstoffreichen Bereichen wachsen Erlenbruchwälder, während Birkenbrüche vor allem in nährstoffärmeren Regionen vorkommen. Rund 15 Prozent der Fläche werden von unterschiedlichen Moorformen eingenommen, darunter Küstenüberflutungsmoore sowie Verlandungs- und Kesselmoore im Inselinneren.

Seen, Gewässer und Fischvorkommen

Zum Naturpark Usedom gehören rund 30 Seen und Gewässer. Einige sind bereits verlandet, andere gelten als beliebte Bade- oder Ausflugsziele, während viele weitgehend unberührt geblieben sind.

Die Gewässer beherbergen zahlreiche Fischarten wie Plötze, Zander, Barsch oder Aal. Beim Angeln ist zu beachten, dass nicht alle Bereiche freigegeben sind und Schutzbestimmungen einzuhalten sind.

Naturschutzgebiete im Naturpark Usedom

Zu den ausgewiesenen Naturschutzgebieten im Naturpark Usedom zählen unter anderem:

  • Golm

  • Gothensee und Thurbruch

  • Halbinsel Cosim

  • Insel Böhmke und Werder

  • Kleiner Krebssee

  • Mümmelkensee

  • Mellenthiner Os

  • Streckelsberg

  • Peenemünder Haken, Stuck und Ruden

  • Südspitze Gnitz

  • Wockninsee

  • Zerninsee-Senke

Natur erleben im Naturpark Usedom

Viele dieser Naturschutzgebiete lassen sich auf ausgewiesenen Wegen und Naturlehrpfaden erkunden, etwa am Wockninsee. Der Naturpark verbindet Naturschutz und Erholung und bietet vielfältige Möglichkeiten, unberührte Landschaften zu erleben und seltene Tier- und Pflanzenarten zu beobachten.

Naturpark Usedom
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