Der Usedomer Gesteinsgarten

Der Usedomer Gesteinsgarten befindet sich auf dem Forsthof Neu Pudagla in Ückeritz, direkt an der B111 und unmittelbar neben dem Usedomer Kletterwald. Wer sich für Steine, Erdgeschichte und die Entstehung der Landschaft auf Usedom interessiert, ist hier genau richtig.

Der frei zugängliche Gesteinsgarten verbindet Natur, Wissen und Bewegung und eignet sich sowohl für einen kurzen Abstecher als auch für einen längeren, ruhigen Rundgang.

Usedomer Gesteinsgarten auf dem Forsthof Neu Pudagla

155 Exponate in der Geschiebesammlung

Der rund 300 Meter lange Rundweg der Gesteinsausstellung führt Dich an insgesamt 155 Exponaten vorbei. Jeder Stein ist mit einer Informationstafel versehen, die Auskunft über Herkunft, Alter und Zusammensetzung gibt.

Europaweit zählt der Usedomer Gesteinsgarten zu den bedeutendsten Geschiebesammlungen seiner Art. Viele der hier ausgestellten Steine wurden während der letzten Eiszeit durch mächtige Gletscher aus Skandinavien bis nach Usedom transportiert.

Der Eintritt in den Gesteinsgarten ist kostenlos. Direkt auf dem Gelände befindet sich zudem ein kleiner Imbiss, der sich besonders für eine kurze Pause anbietet.

Eine Zeitreise durch die Erdgeschichte

Ein Spaziergang durch den Gesteinsgarten ist zugleich eine Reise in die Vergangenheit. Die ausgestellten Steine erzählen eine Geschichte, die bis zu 13.000 Jahre zurückreicht, an das Ende der letzten Eiszeit.

Damals bedeckten gewaltige Gletscher große Teile Nordeuropas. Mit einer Mächtigkeit von bis zu 1.000 Metern transportierten sie Geröll, Felsen und Findlinge über weite Strecken. Als die Gletscher schließlich abschmolzen, blieben diese Steine zurück und prägen bis heute die Landschaft Usedoms.

Der älteste Stein im Usedomer Gesteinsgarten wird auf ein Alter von rund zwei Milliarden Jahren geschätzt, ein beeindruckendes Zeugnis der Erdgeschichte.

Große Findlinge im Usedomer Gesteinsgarten

Besondere Exponate im Gesteinsgarten

Zu den außergewöhnlichsten Stücken der Sammlung zählt der seltene Nexösandstein, der ein Volumen von etwa 2,3 Kubikmetern aufweist. Ebenso beeindruckend ist der schwerste Stein der Ausstellung, der rund sieben Tonnen wiegt.

Diese Dimensionen machen anschaulich, mit welchen Kräften die Eiszeit die Landschaft geformt hat. Gerade für Kinder, aber auch für Erwachsene, wird hier Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes greifbar.

Da die Pasker Brücke nicht ausgeschildert ist, solltest Du Dich am besten an Karten-Apps oder GPS orientieren. Ein wenig Orientierungssinn gehört hier dazu, ganz im Sinne eines kleinen Abenteuers für Entdecker.

Ein lohnendes Ausflugsziel für Naturinteressierte

Der Usedomer Gesteinsgarten eignet sich für alle, die Natur und Geschichte miteinander verbinden möchten. Ob als kurzer Zwischenstopp auf der Fahrt über die B111 oder als bewusst eingeplanter Ausflug, der Rundgang lässt sich gut in jeden Urlaubstag integrieren.

Durch die ruhige Lage im Wald, die überschaubare Länge des Rundwegs und die verständlichen Informationstafeln ist der Gesteinsgarten auch für Familien gut geeignet.

Weitere Informationen

Ausführliche Hintergrundinformationen zur Entstehung von Geschieben und zur geologischen Geschichte findest Du auch bei Wikipedia.

Der Usedomer Gesteinsgarten
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