Drohne auf Usedom

Regeln für Deutschland und Polen

Drohne · Usedom · Deutschland und Polen

Drohne auf Usedom: Was Du vor jedem Start prüfen musst

Mit einer Drohne auf Usedom zu fliegen ist grundsätzlich möglich, aber die Insel ist luftrechtlich anspruchsvoller, als es auf den ersten Blick wirkt. Strände, Naturschutzgebiete, Flugplätze, der Flughafen Heringsdorf, die zeitweise aktive ED-R Peenemünde und die Grenze zu Polen sorgen dafür, dass sich die Regeln schon auf wenigen Kilometern ändern können. Auf der polnischen Seite kommen DroneMap, DroneTower und eigene geografische UAS-Zonen hinzu.

📏 120 Meter maximaler Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche in der offenen Kategorie
👁️ VLOS · die Drohne muss grundsätzlich in Sichtweite bleiben
🇩🇪 Deutschland · vor dem Start aktuelle Geozonen in DIPUL prüfen
🇵🇱 Polen · DroneMap prüfen und DroneTower beachten
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Zuletzt geprüft: 22.10.2026. Drohnenzonen und Luftraumbeschränkungen können sich kurzfristig ändern. Die Angaben auf dieser Seite ersetzen deshalb niemals die aktuelle Flugvorbereitung unmittelbar vor dem Start.

Das Wichtigste vor einem Drohnenflug auf Usedom

Deutschland und Polen verwenden dieselben europäischen Grundregeln für Drohnen. Trotzdem solltest Du die Grenze nicht einfach als Fortsetzung desselben Fluggebietes betrachten. Nationale Geozonen, Meldeverfahren und zusätzliche Vorschriften unterscheiden sich.

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Prüfe, ob Deine Betreiberregistrierung erforderlich und gültig ist.
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Prüfe, welche Klasse Deine Drohne besitzt und in welcher Unterkategorie A1, A2 oder A3 Du fliegst.
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Beachte grundsätzlich maximal 120 Meter Abstand zum nächstgelegenen Punkt der Erdoberfläche und Sichtflug.
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Überfliege keine Menschenansammlungen.
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Prüfe in Deutschland unmittelbar vor dem Start die aktuelle Situation im DIPUL Map-Tool.
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Prüfe in Polen die geografischen Zonen in DroneMap beziehungsweise DroneTower und melde den geplanten Flug über das von PANSA vorgesehene System. In DroneTower erfolgt dafür der Check-In.
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Kontrolliere zusätzlich Naturschutz, Badebetrieb, Flugplätze, Kontrollzonen und sensible Infrastruktur.
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Entscheidend ist immer der konkrete Startort. Zwei Punkte, die nur wenige Kilometer auseinanderliegen, können völlig unterschiedlichen Beschränkungen unterliegen. Ein erlaubter Flug gestern bedeutet außerdem nicht automatisch, dass derselbe Flug heute zulässig ist.

Wo Du auf Usedom besonders genau prüfen musst

Die Karte zeigt typische Prüfbereiche für Drohnenpiloten. Sie verwendet bewusst keine angeblich verbindlichen Verbotsflächen. Geografische UAS-Zonen können sich ändern oder nur zeitweise aktiv sein.

Keine Flugfreigabe: Die Marker zeigen Orte, an denen zusätzliche Regeln wahrscheinlich oder besonders relevant sind. Maßgeblich sind immer die aktuell veröffentlichten offiziellen Geozonen.
Orientierungskarte für Drohnen auf Usedom Schematische Karte von Usedom mit wichtigen Prüfbereichen für Drohnenflüge in Peenemünde, am Gnitz, in Zinnowitz, Koserow, den Kaiserbädern, am Flughafen Heringsdorf, in Mellenthin und Swinemünde. Ostsee Stettiner Haff Peenestrom Achterwasser LIEPER WINKEL ACHTERLAND 1 Peenemünde 2 Gnitz 3 Zinnowitz 4 Koserow 5 Kaiserbäder 6 Flughafen 7 Mellenthin 8 Swinemünde 9 LNG

Schematische Orientierung auf Basis der Usedom-Karte von Usedom-Insider. Die Marker zeigen Prüfbereiche, keine exakten UAS-Zonengrenzen. Das LNG-Terminal liegt östlich der Swina auf Wolin und damit außerhalb der Insel Usedom.

DJI Mini und andere Drohnen unter 250 Gramm

Eine Drohne unter 250 Gramm ist nicht automatisch von den Drohnenregeln befreit. Kompakte Kameradrohnen werden häufig mit einer falschen Vorstellung gekauft: geringes Gewicht bedeutet weniger Anforderungen, aber keineswegs freie Wahl des Flugortes.

Unter 250 g Eine C0-Drohne kann grundsätzlich in der Unterkategorie A1 betrieben werden.
Kamera Hat die Drohne eine Kamera oder einen anderen Sensor zur Erfassung personenbezogener Daten und ist sie kein Spielzeug, ist eine Betreiberregistrierung erforderlich.
A1/A3-Nachweis Für eine C0-Drohne unter 250 Gramm ist grundsätzlich kein A1/A3-Kompetenznachweis erforderlich. Die Betriebsanleitung muss jedoch beachtet werden.
Menschen Menschenansammlungen dürfen auch mit einer Mini-Drohne nicht überflogen werden.
Geozonen Flugplätze, Naturschutzgebiete, Kontrollzonen, Strände und weitere geografische Gebiete gelten unabhängig davon, dass die Drohne nur 249 Gramm wiegt.
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Der häufigste Irrtum: „Unter 250 Gramm darf ich überall fliegen“ ist falsch. Das geringe Gewicht beseitigt weder geografische UAS-Zonen noch Naturschutz-, Flughafen-, Strand- oder Privatsphärenregeln.

Gilt die deutsche Registrierung auch in Polen?

Ja. Deutschland und Polen gehören zum gemeinsamen europäischen EASA-System. Als Betreiber registrierst Du Dich grundsätzlich im Staat Deines Wohnsitzes beziehungsweise Deiner Hauptniederlassung.

Eine in Deutschland erteilte Betreiberregistrierung gilt auch in Polen. Du darfst Dich nicht parallel in mehreren EASA-Mitgliedstaaten registrieren.

Auch ein in einem EASA-Mitgliedstaat erworbener erforderlicher Kompetenznachweis wird grundsätzlich in den anderen EASA-Mitgliedstaaten anerkannt.

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Für den Usedom-Urlaub praktisch: Wenn Deine deutsche Betreiberregistrierung und ein gegebenenfalls erforderlicher Kompetenznachweis gültig sind, musst Du sie für einen Flug in Swinemünde nicht noch einmal in Polen neu erwerben. Die polnischen Betriebs- und Geozonenregeln musst Du trotzdem beachten.

Drohnenversicherung in Deutschland und Polen

Bei der Versicherung unterscheiden sich Deutschland und Polen. Besonders Besitzer kleiner Drohnen sollten diesen Punkt nicht mit der 250-Gramm-Grenze bei Registrierung oder Schulung verwechseln.

🇩🇪 Deutschland

Für den Betrieb einer Drohne besteht eine Haftpflichtversicherungspflicht. Das gilt auch für kleine Drohnen unter 250 Gramm.

🇵🇱 Polen

Seit dem 13. November 2025 gilt in Polen eine gesetzliche Haftpflichtversicherungspflicht für Drohnen mit einer Masse von 250 Gramm bis 20 Kilogramm.

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Prüfe vor einer Reise nach Polen, ob Deine bestehende Drohnenhaftpflicht auch Flüge in Polen abdeckt. Entscheidend sind die Bedingungen Deines konkreten Versicherungsvertrages.

Welche zusätzlichen Regeln gelten auf der deutschen Seite Usedoms?

Neben den europäischen Grundregeln enthält das deutsche Recht geografische Gebiete, die auf Usedom besonders häufig relevant werden. Deshalb reicht es nicht, lediglich auf die maximale Flughöhe und das Gewicht der Drohne zu achten.

Flugplätze Um Flugplätze, die keine Flughäfen sind, gilt grundsätzlich ein Bereich von 1,5 Kilometern, in dem besondere Voraussetzungen gelten.
Flughäfen Über und innerhalb von 1.000 Metern um die Begrenzung von Flughäfen sowie in den gesetzlich definierten Bereichen entlang der verlängerten Start- und Landebahnen ist ein Betrieb nach § 21h LuftVO nur in der speziellen Kategorie zulässig.
Kontrollzonen Für einen Betrieb in einer Kontrollzone kann eine Flugverkehrskontrollfreigabe erforderlich sein.
Naturschutz Freizeitflüge über Naturschutzgebieten und bestimmten europäischen Schutzgebieten unterliegen erheblichen Einschränkungen.
Badestrände Die spezielle deutsche Regel erlaubt den Betrieb über Badestränden grundsätzlich nur außerhalb der Betriebs- oder Badezeiten.
Wohngrundstücke Für Kameradrohnen gelten auch über privaten Wohngrundstücken deutliche Einschränkungen.
Bundeswasserstraßen Auch über und im Nahbereich von Bundeswasserstraßen gelten zusätzliche Voraussetzungen.

Darf ich mit der Drohne über den Strand und die Ostsee fliegen?

Diese Frage lässt sich auf Usedom nicht mit einem einfachen Ja oder Nein beantworten. Strand und Wasserfläche müssen rechtlich getrennt betrachtet werden.

Badestrand

Das deutsche Luftrecht führt Badestrände ausdrücklich als geografische Gebiete auf. Der Betrieb ist nach dieser Regel außerhalb der Betriebs- oder Badezeiten möglich. Während des Badebetriebs reicht deshalb auch ein leer wirkender Bereich nicht automatisch für einen legalen Start. Eine Übersicht der Küstenabschnitte findest Du unter Strände auf Usedom.

Hinzu kommen die europäischen Regeln über unbeteiligte Personen und Menschenansammlungen. Ein voller Strand im Hochsommer ist deshalb etwas völlig anderes als ein menschenleerer Strand außerhalb der Badezeit.

Ostsee

Die deutschen Küstengewässer gehören grundsätzlich zu den Seewasserstraßen des Bundes. Damit greift zusätzlich die deutsche Regel für Bundeswasserstraßen.

Über und innerhalb eines seitlichen Abstandes von 100 Metern zu einer Bundeswasserstraße bestehen besondere Voraussetzungen. Eine Möglichkeit ist die sogenannte 1:1-Regel: Der seitliche Abstand zur Bundeswasserstraße muss mehr als 10 Meter betragen und die Flughöhe muss stets kleiner als dieser seitliche Abstand bleiben.

Für eine direkte Querung einer Bundeswasserstraße gibt es eine weitere Regelung. Sie setzt unter anderem mindestens 100 Meter Höhe über Grund oder Wasser, die Querung auf dem kürzesten Weg und das Nichtüberfliegen von Schiffen und Schifffahrtsanlagen voraus. In der offenen Kategorie bleibt zugleich die europäische Obergrenze von grundsätzlich 120 Metern zur Erdoberfläche zu beachten.

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Für typische Urlaubsaufnahmen wichtig: Vom Strand einfach 50 Meter über die Ostsee hinauszufliegen, um zurück zur Küste zu filmen, ist nicht allein deshalb erlaubt, weil sich dort keine Menschen befinden. Prüfe die konkrete Wasserstraßen- und Geozonensituation im DIPUL Map-Tool.

Seebrücken

Bei Seebrücken können mehrere Faktoren zusammenkommen: Badebetrieb, viele unbeteiligte Personen, Schiffsverkehr, Schiffsanleger und die Seewasserstraße. Eine pauschale Regel „Seebrücken sind erlaubt“ oder „Seebrücken sind immer verboten“ wäre deshalb falsch.

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Früh am Morgen ist ein Strand zwar meist leerer, aber die Tageszeit allein macht den Flug nicht legal. Andere geografische Gebiete gelten weiterhin.

Drohnen in den Naturschutzgebieten auf Usedom

Der Naturpark Insel Usedom umfasst große Teile der deutschen Insel. Ein Naturpark ist jedoch nicht automatisch eine einzige große Drohnenverbotszone.

Innerhalb des Naturparks liegen 14 Naturschutzgebiete. Dazu kommen europäische Schutzgebiete und besonders empfindliche Vogelhabitate.

🌿 Peenemünder Haken

Der Bereich gehört zu den besonders bedeutenden Rast- und Lebensräumen für Wasser- und Watvögel.

🌾 Südspitze des Gnitz

Auch hier gelten Schutzgebietsregeln, die bei einem Freizeitflug berücksichtigt werden müssen.

⛰️ Streckelsberg

Der bekannte Steilküstenbereich bei Koserow ist zugleich Naturschutzgebiet und daher nicht einfach ein beliebiger Drohnenstartpunkt.

🦅 Achterwasser

Inseln, Halbinseln und Flachwasserbereiche besitzen teilweise eine hohe Bedeutung für Brut- und Rastvögel.

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Freizeitflug und Naturschutz: Die Ausnahme des § 21h LuftVO für bestimmte Überflüge von Schutzgebieten greift ausdrücklich nicht einfach für Sport- und Freizeitflüge. Deshalb vor einem Start immer das konkrete Schutzgebiet und DIPUL prüfen.
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Einen Überblick über die Schutzgebiete findest Du auch auf Naturschutzgebiete auf Usedom . Geeignete Beobachtungsorte, an denen Du Vögel ohne Drohne erleben kannst, findest Du unter Vogelbeobachtung auf Usedom .

Drei Bereiche auf Usedom solltest Du als Drohnenpilot kennen

Auf der deutschen Seite Usedoms sind besonders Peenemünde, der Flughafen Heringsdorf und der Sonderlandeplatz Mellenthin relevant. Die tatsächliche Geozonensituation muss trotzdem immer aktuell geprüft werden.

✈️ Flughafen Heringsdorf

Verkehrsflughafen mit Kontrollzone und zusätzlichen geografischen Bereichen rund um Flughafen und Anflugachsen.

🛩️ Mellenthin

Aktiver Sonderlandeplatz. Für Flugplätze dieser Art ist besonders die 1,5-Kilometer-Regel relevant.

🚫 Peenemünde

Neben dem Flugplatz ist 2026 zusätzlich die ED-R Peenemünde für das Forschungsprojekt POLARIS zu beachten.

📱 DIPUL

Die aktuelle Kombination aus geografischen Gebieten, Kontrollzonen und weiteren Einschränkungen immer vor Ort im offiziellen Map-Tool prüfen.

Drohnen rund um Garz, Zirchow und den Flughafen Heringsdorf

Der Flughafen Heringsdorf liegt im Inselinneren zwischen Garz und Zirchow. Für Drohnenpiloten ist nicht nur das eigentliche Flughafengelände relevant.

Das deutsche Luftrecht definiert um Flughäfen geografische Bereiche. Über und innerhalb von 1.000 Metern um die Begrenzung eines Flughafens sowie in den gesetzlich definierten Korridoren entlang der verlängerten Start- und Landebahnen ist ein Betrieb nach § 21h LuftVO nur in der speziellen Kategorie zulässig. Zusätzlich besitzt Heringsdorf eine Kontrollzone.

Für die Kontrollzone Heringsdorf gilt nicht die seit dem 6. August 2026 eingeführte DFS-Allgemeinregelung für 15 von der DFS betreute Kontrollzonen. Heringsdorf wird in der weiterhin veröffentlichten Allgemeinverfügung der Austro Control behandelt. Unter deren Voraussetzungen besteht außerhalb des dort definierten Pistenbereichs unter anderem bis 50 Meter über Grund eine allgemeine Flugverkehrskontrollfreigabe. Werden die Voraussetzungen nicht eingehalten, ist eine individuelle Freigabe erforderlich.

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Nicht nach Gefühl fliegen: Südlich der Kaiserbäder, rund um Garz, Zirchow und angrenzende Bereiche kann der Flughafen Heringsdorf relevant sein. DIPUL zeigt Dir die aktuelle geografische Situation für Deinen konkreten Standort. Prüfe zusätzlich, welche Freigabe für diesen Standort tatsächlich erforderlich ist.
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Mehr zum Verkehrsflughafen findest Du auf Flughafen Usedom und Rundflüge .

Mellenthin wird von Drohnenpiloten leicht übersehen

Im Achterland befindet sich bei Mellenthin ein aktiver Sonderlandeplatz. Der Usedomer Fliegerclub nennt dort unter anderem Ultraleichtflugzeuge, Modellflug und Fallschirmsprungbetrieb.

Für Flugplätze, die keine Flughäfen sind, gilt nach § 21h LuftVO grundsätzlich ein seitlicher Bereich von 1,5 Kilometern, in dem besondere Voraussetzungen gelten.

Der Flugplatz Mellenthin weist selbst außerdem darauf hin, dass bei aktiver Kontrollzone Heringsdorf zusätzliche Abstimmungen erforderlich werden können.

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Ein vermeintlich freier Acker oder eine ruhige Wiese im Achterland kann bereits im Umfeld eines Flugplatzes liegen. Deshalb auch dort immer zuerst die aktuelle Karte prüfen.

ED-R Peenemünde: Zusätzliche Flugbeschränkung bis Ende 2028

Peenemünde ist für Drohnenpiloten derzeit besonders relevant. Für ein Forschungsprojekt wurde die ED-R Peenemünde eingerichtet.

Zeitraum 8. Januar 2026 bis 31. Dezember 2028
Projekt Forschungsprojekt POLARIS
Vertikal Vom Boden bis 5.000 Fuß MSL
Aktivierung Die tatsächliche zeitliche Aktivierung wird über die aktuellen Luftfahrtinformationen beziehungsweise NOTAM bekanntgegeben.
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Bei aktiver ED-R gilt: Verlasse Dich nicht auf die normale Flugplatzregel oder auf eine ältere Drohnenkarte. Eine aktive Flugbeschränkung kann einen Drohnenflug im betroffenen Gebiet ausschließen.

Zusätzlich liegt im Norden der Insel mit dem Peenemünder Haken ein besonders sensibler Naturraum. Luftfahrt- und Naturschutzregeln können dort also gleichzeitig relevant sein.

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Mehr zur Region findest Du auf Peenemünde auf Usedom .

Was ändert sich mit der Drohne in Polen?

Die europäischen Grundregeln ändern sich an der Grenze nicht. Was sich ändert, sind die nationalen Systeme für geografische UAS-Zonen, Flugplanung und Meldung. Die polnische Luftfahrtbehörde weist darauf hin, dass jeder Drohnenflug im polnischen Luftraum nach Information von PANSA über das dafür bestimmte elektronische System durchgeführt werden soll.

Registrierung Deine deutsche EASA-Betreiberregistrierung bleibt gültig. Eine zweite polnische Registrierung ist nicht erforderlich.
DroneMap Zeigt geografische UAS-Zonen und die jeweiligen Bedingungen für den geplanten Flug.
DroneTower Wird für Check-In, die Anzeige geografischer UAS-Zonen und die Kommunikation mit den zuständigen Flugsicherungsdiensten verwendet.
Mission In bestimmten Zonen reicht ein normaler Check-In nicht. Dort kann zuvor eine genehmigte Mission beziehungsweise Zustimmung erforderlich sein.
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DroneTower beobachten: Ein Check-In kann durch die Flugsicherung geändert werden. Beispielsweise können zulässige Flughöhe oder Flugdauer angepasst oder eine Landung verlangt werden.

PANSA weist ausdrücklich darauf hin, dass sich die Luftraumstrukturen dynamisch ändern können. Eine Prüfung am Vortag reicht deshalb nicht unbedingt aus.

Drohne in Swinemünde: Strand, Hafen und sensible Infrastruktur

Swinemünde ist für Luftaufnahmen reizvoll, gleichzeitig aber einer der Bereiche, in denen Du besonders genau auf die aktuelle DroneMap und DroneTower schauen solltest.

Hafenanlagen, Schiffsverkehr, kritische Infrastruktur und verschiedene geografische Zonen können den möglichen Flug deutlich einschränken. Eine räumliche Einordnung von Strand, Hafen und Stadt findest Du auf meiner Seite Swinemünde.

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Bereits der Wechsel von Ahlbeck nach Swinemünde bedeutet: Nicht mehr nur DIPUL prüfen, sondern die aktuelle polnische Situation über DroneMap beziehungsweise DroneTower bewerten.

Nicht einfach vom Strand Richtung LNG-Terminal fliegen

Im April 2026 hat die Polizei in Świnoujście nochmals ausdrücklich auf das Drohnenflugverbot im Bereich des LNG-Terminals hingewiesen. Dort wurden zusätzliche Hinweistafeln aufgestellt, nachdem es zuvor Verstöße gegen die Zone gegeben hatte.

Zone DRA-RL 0362
Bereich LNG-Terminal in Świnoujście auf der Wolin-Seite
Flug Ohne Zustimmung des zuständigen Zonenverwalters nicht einfach zulässig.
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Auch über Wasser gilt die Zone. Eine kleine DJI Mini, ein Start vom öffentlichen Strand oder der Flug über der Ostsee hebt eine geografische UAS-Zone nicht auf.

Das Terminal liegt östlich der Świna auf der Insel Wolin und damit nicht mehr auf Usedom. Für einen Drohnenflug im Raum Swinemünde bleibt die Zone trotzdem unmittelbar relevant.

Naturschutz funktioniert in Polen nicht identisch wie in Deutschland

Deutsche Schutzgebietsregeln lassen sich nicht einfach auf die polnische Seite übertragen. Nicht über jedem polnischen Naturschutz- oder Natura-2000-Gebiet liegt automatisch dieselbe Art geografischer UAS-Zone wie in Deutschland.

Unabhängig vom Luftrecht bleiben jedoch die Vorschriften zum Schutz wildlebender Tiere relevant. Eine Drohne darf geschützte Tiere insbesondere nicht absichtlich stören oder aufscheuchen.

Küsten-, Insel- und Feuchtgebiete rund um Świnoujście und Karsibór sind deshalb nicht allein danach zu beurteilen, ob die DroneMap einen Flug technisch zulässt. Hinweise zu sensiblen Beobachtungsgebieten findest Du unter Vogelbeobachtung auf Wolin.

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DroneMap ist nicht das gesamte Naturschutzrecht. Ein luftrechtlich möglicher Flug kann trotzdem problematisch sein, wenn dadurch Brut-, Rast- oder andere geschützte Tiere gestört werden.

Darf ich mit der Drohne Häuser und Menschen filmen?

Eine erlaubte Flugroute bedeutet nicht automatisch, dass jede Aufnahme erlaubt ist. Luftrecht, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und das Recht am eigenen Bild sind unterschiedliche Themen.

Wohngrundstücke in Deutschland

Für Drohnen über Wohngrundstücken sieht § 21h LuftVO besondere Voraussetzungen vor. Die vereinfachte Ausnahme für Drohnen bis 250 Gramm greift gerade dann nicht, wenn die Drohne optische oder akustische Aufzeichnungen beziehungsweise Übertragungen ermöglicht.

Eine typische Kameradrohne mit 249 Gramm darf deshalb nicht allein wegen ihres geringen Gewichts beliebig über private Gärten, Ferienhäuser oder Wohnhäuser geflogen werden.

Personen aufnehmen

Plane Deine Aufnahme so, dass fremde Personen möglichst nicht identifizierbar sind. Vermeide insbesondere gezielte Aufnahmen von Menschen, Balkonen, Gärten und Fenstern.

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Für Landschaftsaufnahmen ist es meist ohnehin besser, Zeiten und Perspektiven zu wählen, in denen möglichst wenige Menschen im Bild erscheinen.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Thema Deutschland Polen
EU-Grundregeln EASA EASA
Maximaler Abstand zur Erdoberfläche 120 m in der offenen Kategorie 120 m in der offenen Kategorie
Deutsche Betreiber-ID gültig ebenfalls gültig
Geozonen prüfen DIPUL DroneMap / DroneTower
Flug melden abhängig von Gebiet und Freigabe DroneTower Check-In
Versicherung Haftpflichtpflicht auch für kleine Drohnen gesetzliche Pflicht ab 250 g bis 20 kg
Naturschutz eigene geografische Regeln nach § 21h Luftrecht und Naturschutz separat prüfen

So prüfst Du Deinen Startplatz auf Usedom

1. Standort festlegen

Nicht nur den Ort auswählen, sondern den tatsächlichen Startpunkt bestimmen. Ein Unterschied von wenigen hundert Metern kann entscheidend sein.

2. Land feststellen

Auf der deutschen Seite DIPUL verwenden. In Polen DroneMap beziehungsweise DroneTower prüfen.

3. Drohne auswählen

Gewicht, Klassenkennzeichnung und die daraus resultierende Unterkategorie berücksichtigen.

4. Geozonen lesen

Nicht nur auf eine Farbe schauen. Die Bedingungen der jeweiligen Zone vollständig lesen.

5. Umgebung prüfen

Menschen, Badebetrieb, Tiere, Schiffe, private Grundstücke und andere Luftfahrzeuge berücksichtigen.

6. Direkt vor Start erneut prüfen

Temporäre Beschränkungen, Kontrollzonen und polnische UAS-Zonen können sich kurzfristig ändern.

Häufige Fragen zu Drohnen auf Usedom

Darf ich mit einer DJI Mini unter 250 Gramm überall auf Usedom fliegen?
Nein. Auch für Drohnen unter 250 Gramm gelten geografische UAS-Zonen, Regeln für Naturschutzgebiete, Flughäfen, Flugplätze, Strände, Wohngrundstücke und Menschenansammlungen.
Muss ich eine DJI Mini mit Kamera registrieren?
Bei einer Kameradrohne unter 250 Gramm ist grundsätzlich eine Betreiberregistrierung erforderlich, wenn die Drohne kein Spielzeug im Sinne der entsprechenden Spielzeugvorschriften ist.
Brauche ich für eine C0-Drohne unter 250 Gramm den A1/A3-Nachweis?
Für eine C0-Drohne unter 250 Gramm ist grundsätzlich kein A1/A3-Kompetenznachweis erforderlich. Die Betriebsanleitung muss jedoch gelesen und beachtet werden.
Gilt meine deutsche Drohnenregistrierung in Polen?
Ja. Eine Betreiberregistrierung aus einem EASA-Mitgliedstaat wird auch in den anderen EASA-Mitgliedstaaten anerkannt. Eine zweite Registrierung in Polen ist nicht erforderlich.
Darf ich am Strand auf Usedom mit der Drohne fliegen?
Nicht pauschal. Auf der deutschen Seite ist der Betrieb über Badestränden nach der speziellen Badestrandregel grundsätzlich außerhalb der Betriebs- oder Badezeiten möglich. Zusätzlich gelten weitere Regeln zu Personen, Naturschutz, Flugplätzen, Bundeswasserstraßen und anderen Geozonen.
Darf ich über die Ostsee fliegen?
Die deutschen Küstengewässer gehören grundsätzlich zu den Seewasserstraßen des Bundes. Deshalb gelten zusätzlich die Regeln für Bundeswasserstraßen. Ein Flug über dem Wasser ist nicht allein deshalb frei, weil sich dort keine Menschen befinden.
Darf ich am Streckelsberg in Koserow fliegen?
Der Streckelsberg ist Naturschutzgebiet. Freizeitflüge in solchen Schutzgebieten unterliegen besonderen Einschränkungen. Prüfe die aktuelle Schutz- und Geozonensituation vor dem Flug.
Darf ich in Peenemünde mit der Drohne fliegen?
Das muss aktuell geprüft werden. Neben Flugplatz und Naturschutz ist vom 8. Januar 2026 bis 31. Dezember 2028 die ED-R Peenemünde eingerichtet. Ihre tatsächliche Aktivierung wird über aktuelle Luftfahrtinformationen bekanntgegeben.
Muss ich in Polen DroneTower benutzen?
DroneTower ist das zentrale operative System für Check-In und die Kommunikation mit der polnischen Flugsicherung. Wo kein vorheriger Missionsplan erforderlich ist, wird vor dem Flug ein Check-In durchgeführt. In bestimmten Zonen ist vorher zusätzlich eine genehmigte Mission beziehungsweise Zustimmung nötig.
Darf ich vom Strand in Swinemünde zum LNG-Terminal fliegen?
Nicht ohne Beachtung der dortigen UAS-Zone. Im Bereich des LNG-Terminals gilt die DRA-RL 0362. Die Polizei Świnoujście weist ausdrücklich darauf hin, dass dort ohne Zustimmung des Zonenverwalters nicht geflogen werden darf.
Brauche ich eine Drohnenversicherung?
In Deutschland besteht eine Haftpflichtversicherungspflicht auch für kleine Drohnen. In Polen gilt seit dem 13. November 2025 eine gesetzliche Pflicht für Drohnen mit einer Masse von 250 Gramm bis 20 Kilogramm. Prüfe zusätzlich, ob Deine Police den Betrieb im Ausland abdeckt.

Diese Quellen solltest Du vor dem Flug kennen

Für diese Seite wurden europäische Vorschriften, deutsches Luftverkehrsrecht sowie aktuelle Informationen deutscher und polnischer Luftfahrtbehörden ausgewertet. Bei einem konkreten Flug ist jedoch immer der aktuelle Stand der offiziellen Systeme entscheidend.

EASA Europäische Grundregeln für Open Category, Registrierung, Klassen und Kompetenznachweise.
DIPUL Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt mit dem offiziellen deutschen Map-Tool für geografische Gebiete.
Gesetze im Internet Insbesondere § 21h LuftVO, § 43 LuftVG und § 1 Bundeswasserstraßengesetz.
DFS Informationen zu Kontrollzonen, Freigaben und zur ED-R Peenemünde. Die seit 6. August 2026 geltende neue DFS-Regelung betrifft die von DFS betreuten Kontrollzonen.
Austro Control Allgemeinverfügung für Drohnenflüge in der Kontrollzone Heringsdorf und weiteren von Austro Control betreuten Flugplätzen.
PANSA DroneMap, DroneTower und geografische UAS-Zonen in Polen.
ULC Polen Polnische Luftfahrtbehörde mit Informationen zu Registrierung, Versicherung und Drohnenbetrieb.
Polizei Świnoujście Aktueller Hinweis zur DRA-RL 0362 am LNG-Terminal vom April 2026.
Naturpark Insel Usedom Informationen zu Naturschutzgebieten, Vogelrastgebieten und besonders sensiblen Landschaftsräumen.

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Auf Usedom entscheidet nicht das Gewicht allein, sondern der Startplatz

Mit einer kleinen Kameradrohne lassen sich auf Usedom beeindruckende Perspektiven aufnehmen. Die besondere Landschaft der Insel sorgt aber dafür, dass Du häufig mehrere Regeln gleichzeitig berücksichtigen musst.

Am Strand treffen Badebetrieb und Seewasserstraße aufeinander. Im Achterland können Flugplätze relevant werden. An der Küste liegen empfindliche Naturschutzgebiete. In Peenemünde kommt derzeit eine zeitweise aktivierbare ED-R hinzu und wenige Kilometer weiter östlich beginnt mit Polen ein anderes nationales Geozonensystem.

Der wichtigste Grundsatz ist deshalb einfach: Plane keinen Drohnenflug auf Usedom nur nach Erinnerung oder anhand eines alten Screenshots. Prüfe unmittelbar vor jedem Start den tatsächlichen Standort und die aktuell gültigen offiziellen Informationen.

Drohne auf Usedom
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