Naturschutzgebiete auf Usedom

Geschützte Wälder, Moore, Seen, Küsten und Inseln zwischen Ostsee, Achterwasser und Peenestrom.

Natur und Landschaft

Geschützte Wälder, Moore, Seen und Küstenlandschaften

Auf Usedom und in den angrenzenden Gewässern des Naturparks liegen 14 Naturschutzgebiete. Sie bewahren alte Buchenwälder, Moore, Strandseen, Steilküsten, Salzwiesen, Inseln und wichtige Brut- und Rastplätze.

🌿14 offizielle Naturschutzgebiete
🗺️Teil des Naturparks Insel Usedom
🥾Mehrere Gebiete auf Wegen erlebbar
🦅Wichtige Brut- und Rastgebiete

Naturpark und Naturschutzgebiet

Der Naturpark Insel Usedom umfasst große Teile der deutschen Insel sowie angrenzende Bereiche von Peenestrom, Achterwasser und Stettiner Haff.

Innerhalb dieser großräumigen Natur- und Kulturlandschaft liegen 14 einzelne Naturschutzgebiete. Für sie gelten strengere Schutzbestimmungen. Nicht jeder Wald, See oder naturbelassene Küstenabschnitt ist deshalb automatisch ein Naturschutzgebiet.

NaturparkGroßräumige Natur- und Kulturlandschaft
NaturschutzgebietBesonders geschützter Landschafts- und Lebensraum
Anzahl14 Naturschutzgebiete im Naturpark Insel Usedom
LandschaftstypenWälder, Moore, Seen, Steilküsten, Inseln und Flachwasserbereiche
BesuchNur auf zugelassenen Wegen und unter Beachtung örtlicher Sperrungen
🌳
Mehr über Landschaft, Tierwelt und Aufgaben des Naturparks erfährst du in unserer ausführlichen Übersicht. Naturpark Usedom

Gut erreichbare Naturschutzgebiete

Einige Schutzgebiete lassen sich auf bestehenden Wander- und Radwegen erkunden. Besucher müssen trotzdem auf den Wegen bleiben, Absperrungen beachten und empfindliche Ufer-, Moor- und Waldflächen meiden.

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Zuletzt geprüft: 18.08.2026. Flächengrößen der Naturschutzgebiete sowie die Hinweise zur Badestelle am Kleinen Krebssee wurden anhand aktueller amtlicher Angaben geprüft.
🌾 Südspitze Gnitz
Halbinsel Gnitz bei Lütow

Moränenkliff, Strandwälle, Trockenrasen und alte Weidelandschaften prägen die Südspitze der Halbinsel. Von erhöhten Bereichen öffnen sich weite Blicke über das Achterwasser.
  • Etwa 75 Hektar
  • Wander- und Radwege
  • Aussichten über das Achterwasser
Achterwasser entdecken
💧 Wockninsee
Zwischen Ückeritz und Neu Pudagla

Der Strandsee ist von Moorflächen, Röhrichten und Verlandungszonen umgeben. Die Landschaft kann auf vorhandenen Wegen erkundet werden. Die geschützten Ufer dürfen nicht betreten werden.
  • Etwa 56 Hektar
  • Strandsee und Moorlandschaft
  • Keine offizielle Badestelle
🌱 Mümmelkenmoor mit Mümmelkensee
Waldgebiet zwischen Bansin und Ückeritz

Das Kesselmoor entstand durch die Verlandung eines früheren Gewässers. Im Zentrum ist mit dem Mümmelkensee noch ein offener Moorkolk erhalten. Aufgrund der empfindlichen Vegetation dürfen die vorgesehenen Wege nicht verlassen werden.
  • Etwa 6 Hektar
  • Empfindliches Kesselmoor
  • Besonders trittempfindliche Vegetation
🦆 Gothensee und Thurbruch
Hinterland der Kaiserbäder

See, Niedermoor, Feuchtwiesen, Gräben und Röhrichte bilden eine großflächige geschützte Landschaft. Das Gebiet ist besonders für Wasservögel und weitere an Feuchtgebiete gebundene Tierarten wichtig.
  • Etwa 808 Hektar
  • See- und Niedermoorlandschaft
  • Beobachtung von Wegen und Aussichtspunkten
Kaiserbäder entdecken
🌿 Halbinsel Cosim
Zwischen Balm und Neppermin

Strandwälle, Röhricht, Erlenwald und bewaldete Hänge prägen die Halbinsel am südlichen Achterwasser. Vorhandene Wege ermöglichen ruhige Spaziergänge durch die geschützte Landschaft.
  • Etwa 102 Hektar
  • Wald- und Uferlandschaft
  • Ruhiges Wandergebiet
🌳 Golm
Bei Kamminke

Der Golm ist die höchste natürliche Erhebung Usedoms. Geschützt werden vor allem alte Buchenwaldbestände und die steilen Hänge der eiszeitlichen Endmoräne.
  • Etwa 23 Hektar
  • Rund 71 Meter hohe Erhebung
  • Wald- und Gedenklandschaft
Kriegsgräberstätte Golm
⛰️ Mellenthiner Os
Zwischen Mellenthin und Morgenitz

Der eiszeitliche Wallberg verbindet geologische Besonderheiten mit Wald, einem kleinen Kesselmoor und Spuren einer früheren slawischen Höhenburg.
  • Etwa 65 Hektar
  • Eiszeitlicher Wallberg
  • Wald, Moor und Bodendenkmal
Mellenthin entdecken
🔵 Kleiner Krebssee
Südwestlich von Bansin

Der Kesselsee liegt in einem eiszeitlichen Becken. Der Landkreis beschreibt ihn als ehemaligen Klarwassersee; heute sind die Wasserverhältnisse nährstoffreicher. Er besitzt weiterhin eine besonders schützenswerte Pflanzen- und Tierwelt.
  • Etwa 46 Hektar
  • Geschützter Kesselsee
  • Am Südende liegt laut Landkreis eine Badestelle
  • Nicht in der aktuellen Badewasserkarte des Landes als überwachte Badestelle geführt
Gewässer auf Usedom
🌫️ Zerninseesenke
Zwischen Wolgastsee und polnischer Grenze

Moore, Feuchtwälder und frühere Verlandungsflächen bilden einen zusammenhängenden Naturraum im deutsch-polnischen Grenzgebiet.
  • Etwa 383 Hektar
  • Moor- und Feuchtwaldlandschaft
  • Nähe zum Wolgastsee
Wolgastsee entdecken
🌊 Streckelsberg
Ostseeküste bei Koserow

Die bewaldete Moränenkuppe erhebt sich über der Ostseeküste. Alte Buchenbestände, Kliffranddünen und die Steilküste machen den Streckelsberg zu einem bekannten Naturziel.
  • Etwa 36 Hektar
  • Bewaldete Steilküste
  • Absperrungen an Abbruchkanten beachten
Ostseebad Koserow

Besonders sensible Schutzgebiete

Vier Naturschutzgebiete liegen überwiegend auf Inseln, Halbinseln oder in Flachwasserbereichen. Sie sind wichtige Brut-, Rast- und Rückzugsräume und keine gewöhnlichen Ausflugsziele.

🏝️ Peenemünder Haken, Struck und Ruden
Salzwiesen, Strandwälle, Dünen, Windwatten und Flachwasserbereiche prägen dieses großflächige Schutzgebiet. Es ist insgesamt etwa 7.812 Hektar groß und reicht über die Grenzen des Naturparks hinaus.

Etwa 7.812 Hektar
Peenemünde entdecken
🪶 Insel Großer Wotig
Die Salzwieseninsel im Peenestrom dient zahlreichen Küstenvögeln als Brut- und Rastplatz. Sie ist kein reguläres Ausflugsziel.

Etwa 212 Hektar
Peenestrom entdecken
🐦 Inseln Böhmke und Werder
Die Inseln im Achterwasser besitzen breite Verlandungszonen und sind wichtige Brutplätze für Möwen, Seeschwalben und weitere Wasservögel.

Etwa 117 Hektar
🌾 Insel Görmitz
Wiesen, Röhrichte und Überflutungsmoore umgeben den eiszeitlichen Kern der Insel. Zugangsregelungen und Sperrungen müssen beachtet werden.

Etwa 137 Hektar
⚠️
Inseln und Brutgebiete nicht eigenmächtig betreten
Sandbänke, Röhrichte, Salzwiesen und geschützte Inseln dürfen nicht als freie Ausflugs- oder Badeplätze genutzt werden. Beobachtungen sind nur aus ausreichender Entfernung und unter Beachtung der örtlichen Regelungen möglich.

Die 14 Naturschutzgebiete im Überblick

01Peenemünder Haken, Struck und Ruden
02Insel Großer Wotig
03Südspitze Gnitz
04Wockninsee
05Mümmelkenmoor mit Mümmelkensee
06Gothensee und Thurbruch
07Halbinsel Cosim
08Inseln Böhmke und Werder
09Golm
10Insel Görmitz
11Mellenthiner Os
12Kleiner Krebssee
13Zerninseesenke
14Streckelsberg

Naturschutz auf dem polnischen Teil Usedoms

Auch westlich und südwestlich von Swinemünde liegen ausgedehnte Wälder, Feuchtgebiete und geschützte Lebensräume. Nicht jede dieser Flächen besitzt jedoch den Status eines eigenständigen polnischen Naturreservats.

ℹ️
Der Woliński-Nationalpark liegt auf Wollin
Der Woliński-Nationalpark befindet sich nicht auf Usedom, sondern auf der benachbarten Insel Wollin. Usedom und Wollin werden durch die Swine voneinander getrennt. Der Nationalpark darf deshalb nicht als Naturschutzgebiet auf Usedom aufgeführt werden.
Swinemünde entdecken

Verhalten in Naturschutzgebieten

Schutzgebiete sind keine Freizeitflächen ohne Einschränkungen. Wegegebote, Leinenpflichten, Betretungsverbote und saisonale Sperrungen schützen Tiere, Pflanzen und empfindliche Böden.

Auf ausgeschilderten Wegen bleiben
Moore, Dünen, Röhrichte und Salzwiesen nicht betreten
Hunde entsprechend der örtlichen Beschilderung anleinen
Abstand zu Wildtieren, Brutplätzen und rastenden Vögeln halten
Keine Pflanzen, Tiere oder andere Naturbestandteile mitnehmen
Müll und Hundekotbeutel wieder mitnehmen
Saisonale Sperrungen und Hinweisschilder beachten
🏖️
Zum Baden sollten ausschließlich offizielle Strände und ausgewiesene Badestellen genutzt werden. Strände auf Usedom

Naturparkzentrum Insel Usedom

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Klaus-Bahlsen-Haus in der Stadt Usedom
Das Naturparkzentrum informiert über die Entstehung der Insellandschaft, Moore, Wälder, Küsten, Tiere und Pflanzen. Es ist außerdem eine Anlaufstelle für Informationen zu Naturführungen und Veranstaltungen.

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Fragen zu den Naturschutzgebieten auf Usedom

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Wie viele Naturschutzgebiete gibt es auf Usedom?
Zum Naturpark Insel Usedom gehören 14 offiziell ausgewiesene Naturschutzgebiete. Einige liegen vollständig auf der Insel, andere in angrenzenden Gewässern oder auf vorgelagerten Inseln.
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Welches ist das größte Naturschutzgebiet?
Peenemünder Haken, Struck und Ruden ist insgesamt etwa 7.812 Hektar groß und reicht über die Grenzen des Naturparks Insel Usedom hinaus.
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Welche Schutzgebiete eignen sich zum Wandern?
Gut erlebbar sind unter anderem die Südspitze Gnitz, der Streckelsberg, die Halbinsel Cosim, der Golm und das Mellenthiner Os. Auch rund um Wockninsee und Zerninseesenke verlaufen Wege.
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Darf man mit Hund durch ein Naturschutzgebiet gehen?
Auf zugelassenen Wegen ist das häufig möglich. Hunde müssen kontrolliert und entsprechend der örtlichen Beschilderung angeleint werden. In einzelnen Bereichen können zusätzliche Verbote gelten.
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Darf man im Wockninsee oder Kleinen Krebssee baden?
Der Wockninsee ist keine ausgewiesene Badestelle. Am Südende des Kleinen Krebssees nennt der Landkreis dagegen eine Badestelle. Sie wird in der aktuellen Badewasserkarte des Landes nicht als überwachte Badestelle geführt. Vor Ort sind die Schutz- und Nutzungsregeln zu beachten.
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Gehört der Woliński-Nationalpark zu Usedom?
Nein. Der Nationalpark liegt auf der Nachbarinsel Wollin und damit nicht auf Usedom.
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Darf man geschützte Inseln betreten?
Geschützte Inseln, Sandbänke und Brutbereiche dürfen nicht ohne ausdrückliche Freigabe betreten werden. Sperrungen und Befahrungsregelungen müssen beachtet werden.

Meine Empfehlung für Naturfreunde

Besonders gut lassen sich der Streckelsberg, die Südspitze Gnitz, der Golm und die Halbinsel Cosim mit einem Ausflug verbinden. Sie zeigen sehr unterschiedliche Landschaften und sind über vorhandene Wege erreichbar.

Empfindliche Moore, Inseln und Vogelbrutgebiete sollten dagegen bewusst aus der Entfernung erlebt werden. Gerade diese ungestörten Rückzugsräume machen den besonderen Naturwert Usedoms aus.

Naturschutzgebiete auf Usedom
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