Karnin auf Usedom
Hubbrücke & Lotsenturm
Kurz erklärt:
Karnin ist ein kleiner Ort im Süden der Insel Usedom, der vor allem durch die historische Eisenbahn-Hubbrücke bekannt ist. Die Überreste der Brücke erinnern an die frühere Bahnverbindung zwischen dem Festland und der Insel und gelten heute als technisches Denkmal. Karnin ist kein klassischer Urlaubsort, sondern ein ruhiges Ausflugsziel mit starkem historischem Bezug.
Karnin auf Usedom
Karnin ist eine kleine Ortschaft auf der Insel Usedom. Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahr 1267, aber damals noch unter dem Namen „Carnyn“. Carnyn ist ist ein slawischer Name und bedeutet „kleiner Wuchs“. Das kleine Fischerdorf liegt direkt am Strom zwischen dem Stettiner Haff und dem Peenestrom. Von hier aus gibt es eine direkte Personen-Fähre, die Dich zum Festland nach Kamp bringt. In Karnin sind nur 78 Einwohner zuhause. Wenn Du den Ort besuchen möchtest, fährst Du nach der Überfahrt der Zecheriner Brücke nach rechts und folgst der Allee. Am Ende dieser Allee kommst Du direkt an den kleinen Hafen von Karnin.
Hubbrücke und Lotsenturm
Der Ort beherbergt zwei sehr interessente Sehenswürdigkeiten, deren Besuch ich Dir absolut empfehlen kann. Hier findest Du die alte Hubbrücke aus dem Jahr 1933, die bis zum Jahr 1945 eine Eisenbhanverbindung zwischen der Insel Usedom und dem Festland ermöglichte. Auch den alten und einzigen Lotsenturm der Insel, aus dem Jahr 1938, findest Du hier. Der Lotsenturm ragt mit seinen 22 Metern direkt am Strom in die Höhe und wird heute als Hotel genutzt.
Karnin und seine Häfen
Durch die direkte Lage der Ortschaft am Strom, befindet sich im Hafen auch ein Zollamt, welches auch noch von der Bundesbehörde „Zoll“ betrieben wird. Hier kannst Du Dir die Zoll-Boote ansehen, mit denen die Zöllner ihre Patroullien auf dem Wasser fahren und die kleine Marina-Karnin lädt Dich ebenfalls ein. In der Marina kannst Du tolle Fotos machen oder einfach nur verweilen. Aber auch der Blick auf den Strom und zur alten Hubbrücke ist von der Marina Karnin hervorragend und bei vielen Besuchern ein beliebtes Fotomotiv.
Warum Karnin für viele Besucher bis heute interessant ist
Karnin wird vor allem wegen seiner historischen Bedeutung besucht, doch genau darin liegt auch heute noch der Reiz des Ortes. Die Überreste der Eisenbahn-Hubbrücke stehen sinnbildlich für eine Zeit, in der Usedom verkehrstechnisch ganz anders angebunden war. Viele Besucher kommen nach Karnin, um diesen besonderen Ort bewusst wahrzunehmen und sich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen – nicht in Form eines Museums, sondern direkt in der Landschaft.
Darüber hinaus ist Karnin ein ruhiger Punkt im Süden der Insel, der sich deutlich von den touristisch geprägten Seebädern unterscheidet. Der Ort eignet sich gut für einen kurzen Ausflug, bei dem Technikgeschichte, Landschaft und Stille zusammenkommen. Gerade diese Kombination macht Karnin für viele interessant: Es ist kein klassisches Urlaubsziel, sondern ein Ort zum Innehalten, Nachdenken und Verstehen, warum dieser Teil Usedoms bis heute eine besondere Rolle spielt.


Häufige Fragen zu Karnin auf Usedom
Warum ist Karnin auf Usedom bekannt?
Karnin ist vor allem durch die historische Eisenbahn-Hubbrücke bekannt, die als technisches Denkmal an die frühere Bahnverbindung zwischen dem Festland und der Insel Usedom erinnert.
Ist Karnin ein klassischer Urlaubsort?
Karnin ist kein klassischer Urlaubsort mit Strandpromenade, sondern ein ruhiger Ort, der vor allem als Ausflugsziel mit historischem Bezug besucht wird.
Kann man die Hubbrücke in Karnin besichtigen?
Die Überreste der Hubbrücke sind frei zugänglich und können im Rahmen eines Besuchs von außen besichtigt werden.