Angeln auf Usedom
Fischereischein, Angelkarten und Gewässer auf der Insel
Angeln auf Usedom - Gewässer, Erlaubnisse und aktuelle Regeln
Usedom bietet sehr unterschiedliche Angelmöglichkeiten: Ostsee, Achterwasser, Peenestrom, Stettiner Haff und zahlreiche Seen im Achterland. Wer hier angeln möchte, sollte die Gewässer, Fischarten und rechtlichen Vorgaben genau unterscheiden.
Angeln auf Usedom früher und heute
Die Tradition des Fischfangs auf Usedom reicht viele Jahrhunderte zurück. Früher lebten zahlreiche Familien auf der Insel direkt oder indirekt vom Fischfang. Bis zur Wiedervereinigung gab es auf Usedom noch deutlich mehr hauptberufliche Fischer als heute.
Seit den 1990er Jahren ist die Zahl der Berufsfischer zurückgegangen. Gleichzeitig hat das Freizeitangeln an Bedeutung gewonnen. Heute trifft man Angler an vielen Gewässern der Insel: an Seen im Achterland, am Peenestrom, am Achterwasser, am Haff und an der Ostsee.
Für Urlauber ist Usedom deshalb interessant, weil hier sehr unterschiedliche Angelreviere auf engem Raum zusammentreffen. Genau deshalb ist es aber auch wichtig, die jeweiligen Regeln vorab zu prüfen.
Welche Unterlagen brauchst du zum Angeln auf Usedom?
In Mecklenburg-Vorpommern werden zum Angeln grundsätzlich drei Dinge benötigt: ein Fischereischein, der Nachweis über die Fischereiabgabe des Landes Mecklenburg-Vorpommern und eine Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer.
Die Angelerlaubnis wird oft auch Angelkarte, Gewässerkarte oder Angelberechtigung genannt. Sie hängt davon ab, ob du an einem See, in Küstengewässern, am Achterwasser, im Peenestrom oder an der Ostsee angeln möchtest.
Angeln mit Touristenfischereischein
Wenn du keinen regulären Fischereischein besitzt, kannst du in Mecklenburg-Vorpommern einen zeitlich befristeten Fischereischein beantragen. Umgangssprachlich wird er meist Touristenfischereischein genannt.
Dieser Fischereischein gilt bis zu 28 aufeinanderfolgende Tage. Er ersetzt aber nicht die Angelerlaubnis für das konkrete Gewässer. Du brauchst also zusätzlich die passende Angelkarte.
Früher war der Antrag oft nur über die zuständigen Ordnungsämter möglich. Inzwischen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern auch digitale Möglichkeiten, Fischereidokumente online zu erwerben.
Ostsee-Regeln 2025 und 2026 beachten
Für die Freizeitfischerei an der Ostsee gelten seit einigen Jahren zusätzliche Einschränkungen. Besonders wichtig ist das Dorschfangverbot: Auch 2026 darf in den westlichen Ostseegebieten kein Dorsch von Freizeitanglern entnommen werden.
Zufällig gefangene Dorsche müssen unverzüglich zurückgesetzt werden. Für Lachs gelten ebenfalls besondere Tagesfangbegrenzungen und Unterscheidungen zwischen Wildlachs und Besatzlachs.
Die Details können je nach Jahr und EU-Regelung angepasst werden. Deshalb habe ich die Änderungen für die Ostsee auf einer eigenen Seite zusammengefasst.
Süßwasser, Bodden oder Ostsee?
Auf Usedom unterscheiden sich die Angelmöglichkeiten stark. Ein Waldsee im Achterland ist etwas anderes als das Achterwasser, der Peenestrom oder die offene Ostsee.
Je nach Gewässer ändern sich Fischarten, Angelmethoden, Erlaubnisse und teilweise auch die rechtlichen Regeln. Für Urlauber ist diese Unterscheidung besonders wichtig.
Angelgewässer im Achterland
Wenn du auf Usedom ruhige Angelplätze suchst, findest du im Hinterland mehrere Seen, die landschaftlich reizvoll sind. Viele liegen abseits der großen Strände und sind von Wald, Schilf oder Wiesen umgeben.
Gerade diese Ruhe macht die Seen für Freizeitangler interessant. Gleichzeitig gilt: Nicht jeder See ist frei zugänglich oder zum Angeln freigegeben. Die passende Berechtigung ist immer Voraussetzung.
Angeln an Ostsee, Peenestrom und Achterwasser
Die Küstengewässer rund um Usedom sind für viele Angler besonders interessant. Dazu zählen nicht nur die offene Ostsee, sondern auch die inneren Küstengewässer wie Achterwasser, Peenestrom und Stettiner Haff.
Diese Gewässer bieten andere Bedingungen als klassische Binnenseen. Wind, Wasserstand, Strömung, Salzgehalt und Jahreszeit spielen eine deutlich größere Rolle.
Für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns ist ebenfalls eine Angelerlaubnis erforderlich. Welche Karte sinnvoll ist, hängt vom konkreten Angelplatz und Vorhaben ab.
Typische Fischarten auf und um Usedom
Die Fischarten unterscheiden sich je nach Gewässer. In den Seen dominieren typische Süßwasserarten. In den Küstengewässern kommen je nach Salzgehalt, Jahreszeit und Wanderbewegung weitere Arten hinzu.
Worauf Urlauber beim Angeln achten sollten
Häufige Fragen zum Angeln auf Usedom
Nicht einfach so. Wer keinen regulären Fischereischein besitzt, kann einen Touristenfischereischein beantragen. Zusätzlich sind Fischereiabgabe und Angelerlaubnis nötig.
Der zeitlich befristete Fischereischein gilt bis zu 28 aufeinanderfolgende Tage.
Benötigt werden Fischereischein, Nachweis der Fischereiabgabe Mecklenburg-Vorpommern und Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer.
Dorsch darf 2026 in der westlichen Ostsee von Freizeitanglern nicht entnommen werden. Zufällig gefangene Dorsche müssen zurückgesetzt werden.
Interessant sind unter anderem Ostsee, Achterwasser, Peenestrom, Stettiner Haff, Wolgastsee und weitere Seen im Achterland.
Angelkarten erhält man je nach Gewässer bei Fischereien, Ausgabestellen, Touristeninformationen oder online über entsprechende Portale.
Angeln auf Usedom braucht Vorbereitung
Usedom ist für Angler vielseitig. Ruhige Seen, flache Boddengewässer, Peenestrom, Haff und Ostsee bieten sehr unterschiedliche Möglichkeiten.
Gerade diese Vielfalt macht aber eine sorgfältige Vorbereitung nötig. Wer Gewässer, Erlaubnisse und aktuelle Regeln sauber trennt, kann auf Usedom gute Angelplätze finden und gleichzeitig Natur und Vorschriften respektieren.