Angeln auf Usedom

Fischereischein, Angelkarten und Gewässer auf der Insel

Angeln · Usedom · Regeln

Angeln auf Usedom - Gewässer, Erlaubnisse und aktuelle Regeln

Usedom bietet sehr unterschiedliche Angelmöglichkeiten: Ostsee, Achterwasser, Peenestrom, Stettiner Haff und zahlreiche Seen im Achterland. Wer hier angeln möchte, sollte die Gewässer, Fischarten und rechtlichen Vorgaben genau unterscheiden.

🎣Fischereischein, Fischereiabgabe und Angelerlaubnis nötig
📄Touristenfischereischein bis zu 28 Tage möglich
🌊Ostsee, Achterwasser, Peenestrom und Seen
⚠️Dorsch darf 2026 in der Ostsee nicht entnommen werden

Angeln auf Usedom früher und heute

Die Tradition des Fischfangs auf Usedom reicht viele Jahrhunderte zurück. Früher lebten zahlreiche Familien auf der Insel direkt oder indirekt vom Fischfang. Bis zur Wiedervereinigung gab es auf Usedom noch deutlich mehr hauptberufliche Fischer als heute.

Seit den 1990er Jahren ist die Zahl der Berufsfischer zurückgegangen. Gleichzeitig hat das Freizeitangeln an Bedeutung gewonnen. Heute trifft man Angler an vielen Gewässern der Insel: an Seen im Achterland, am Peenestrom, am Achterwasser, am Haff und an der Ostsee.

Für Urlauber ist Usedom deshalb interessant, weil hier sehr unterschiedliche Angelreviere auf engem Raum zusammentreffen. Genau deshalb ist es aber auch wichtig, die jeweiligen Regeln vorab zu prüfen.

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Diese Seite ersetzt keine amtliche Auskunft. Regeln, Schonzeiten, Mindestmaße, Gewässerkarten und EU-Vorgaben können sich ändern. Prüfe vor dem Angeln immer die aktuellen offiziellen Angaben.

Welche Unterlagen brauchst du zum Angeln auf Usedom?

In Mecklenburg-Vorpommern werden zum Angeln grundsätzlich drei Dinge benötigt: ein Fischereischein, der Nachweis über die Fischereiabgabe des Landes Mecklenburg-Vorpommern und eine Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer.

Die Angelerlaubnis wird oft auch Angelkarte, Gewässerkarte oder Angelberechtigung genannt. Sie hängt davon ab, ob du an einem See, in Küstengewässern, am Achterwasser, im Peenestrom oder an der Ostsee angeln möchtest.

Dokument Wofür? Hinweis
Fischereischein Nachweis der grundsätzlichen Berechtigung auch als Touristenfischereischein möglich
Fischereiabgabe MV Landesabgabe für Mecklenburg-Vorpommern seit 2025 auch für Gastangler besonders wichtig
Angelerlaubnis Erlaubnis für das konkrete Gewässer z. B. Küstengewässerkarte oder Gewässerkarte der Fischerei

Angeln mit Touristenfischereischein

Wenn du keinen regulären Fischereischein besitzt, kannst du in Mecklenburg-Vorpommern einen zeitlich befristeten Fischereischein beantragen. Umgangssprachlich wird er meist Touristenfischereischein genannt.

Dieser Fischereischein gilt bis zu 28 aufeinanderfolgende Tage. Er ersetzt aber nicht die Angelerlaubnis für das konkrete Gewässer. Du brauchst also zusätzlich die passende Angelkarte.

Früher war der Antrag oft nur über die zuständigen Ordnungsämter möglich. Inzwischen gibt es in Mecklenburg-Vorpommern auch digitale Möglichkeiten, Fischereidokumente online zu erwerben.

Gültigkeit: bis zu 28 aufeinanderfolgende Tage.
Zusätzlich nötig: Fischereiabgabe und Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer.
Beantragung: je nach Möglichkeit online oder über zuständige Stellen.
Wichtig: Vor dem ersten Angeltag vollständig klären, nicht erst am Wasser.

Ostsee-Regeln 2025 und 2026 beachten

Für die Freizeitfischerei an der Ostsee gelten seit einigen Jahren zusätzliche Einschränkungen. Besonders wichtig ist das Dorschfangverbot: Auch 2026 darf in den westlichen Ostseegebieten kein Dorsch von Freizeitanglern entnommen werden.

Zufällig gefangene Dorsche müssen unverzüglich zurückgesetzt werden. Für Lachs gelten ebenfalls besondere Tagesfangbegrenzungen und Unterscheidungen zwischen Wildlachs und Besatzlachs.

Die Details können je nach Jahr und EU-Regelung angepasst werden. Deshalb habe ich die Änderungen für die Ostsee auf einer eigenen Seite zusammengefasst.

Süßwasser, Bodden oder Ostsee?

Auf Usedom unterscheiden sich die Angelmöglichkeiten stark. Ein Waldsee im Achterland ist etwas anderes als das Achterwasser, der Peenestrom oder die offene Ostsee.

Je nach Gewässer ändern sich Fischarten, Angelmethoden, Erlaubnisse und teilweise auch die rechtlichen Regeln. Für Urlauber ist diese Unterscheidung besonders wichtig.

Gewässertyp Typische Fischarten Besonderheit
Seen Hecht, Barsch, Aal, Karpfen, Schleie, Weißfisch ruhige Plätze im Hinterland
Achterwasser / Bodden Hecht, Barsch, Zander, Aal flache Küstengewässer mit wechselndem Salzgehalt
Peenestrom / Haff Zander, Barsch, Hecht, Aal, Weißfisch Schifffahrt, Strömung und große Wasserflächen beachten
Ostsee Meerforelle, Hering, Hornhecht, Plattfisch stärker wetter- und regelabhängig

Angelgewässer im Achterland

Wenn du auf Usedom ruhige Angelplätze suchst, findest du im Hinterland mehrere Seen, die landschaftlich reizvoll sind. Viele liegen abseits der großen Strände und sind von Wald, Schilf oder Wiesen umgeben.

Gerade diese Ruhe macht die Seen für Freizeitangler interessant. Gleichzeitig gilt: Nicht jeder See ist frei zugänglich oder zum Angeln freigegeben. Die passende Berechtigung ist immer Voraussetzung.

Angeln an Ostsee, Peenestrom und Achterwasser

Die Küstengewässer rund um Usedom sind für viele Angler besonders interessant. Dazu zählen nicht nur die offene Ostsee, sondern auch die inneren Küstengewässer wie Achterwasser, Peenestrom und Stettiner Haff.

Diese Gewässer bieten andere Bedingungen als klassische Binnenseen. Wind, Wasserstand, Strömung, Salzgehalt und Jahreszeit spielen eine deutlich größere Rolle.

Für die Küstengewässer Mecklenburg-Vorpommerns ist ebenfalls eine Angelerlaubnis erforderlich. Welche Karte sinnvoll ist, hängt vom konkreten Angelplatz und Vorhaben ab.

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Achterwasser, Peenestrom, Haff und Ostsee zählen fischereirechtlich zu den Küstengewässern Mecklenburg-Vorpommerns. Die passende Küstenangelerlaubnis muss vorher geklärt werden.

Typische Fischarten auf und um Usedom

Die Fischarten unterscheiden sich je nach Gewässer. In den Seen dominieren typische Süßwasserarten. In den Küstengewässern kommen je nach Salzgehalt, Jahreszeit und Wanderbewegung weitere Arten hinzu.

1
Hecht: interessant in Seen, Bodden, Achterwasser und Peenestrom.
2
Barsch: weit verbreitet und für viele Freizeitangler ein typischer Zielfisch.
3
Zander: besonders in größeren Gewässern, Bodden und Haffbereichen interessant.
4
Aal: kommt in verschiedenen Binnen- und Küstengewässern vor, Regeln beachten.
5
Meerforelle: eher Thema an der Ostseeküste und stark saisonabhängig.
6
Hering und Hornhecht: saisonal an Küste, Peenestrom und Hafenbereichen interessant.

Worauf Urlauber beim Angeln achten sollten

Vorher prüfen, welche Erlaubnis für das konkrete Gewässer nötig ist.
Schonzeiten, Mindestmaße und Entnahmeverbote beachten.
In Schutzgebieten nur dort angeln, wo es ausdrücklich erlaubt ist.
An der Ostsee aktuelle EU-Regeln zu Dorsch und Lachs prüfen.
Bei Bootsnutzung Wetter, Wind und Gewässertiefe realistisch einschätzen.
Müll, Angelschnüre und Hakenreste immer mitnehmen.

Häufige Fragen zum Angeln auf Usedom

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Darf man auf Usedom ohne Fischereischein angeln?
Nicht einfach so. Wer keinen regulären Fischereischein besitzt, kann einen Touristenfischereischein beantragen. Zusätzlich sind Fischereiabgabe und Angelerlaubnis nötig.
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Wie lange gilt der Touristenfischereischein?
Der zeitlich befristete Fischereischein gilt bis zu 28 aufeinanderfolgende Tage.
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Welche Dokumente brauche ich zum Angeln in MV?
Benötigt werden Fischereischein, Nachweis der Fischereiabgabe Mecklenburg-Vorpommern und Angelerlaubnis für das jeweilige Gewässer.
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Darf man 2026 Dorsch in der Ostsee angeln?
Dorsch darf 2026 in der westlichen Ostsee von Freizeitanglern nicht entnommen werden. Zufällig gefangene Dorsche müssen zurückgesetzt werden.
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Welche Angelgewässer gibt es auf Usedom?
Interessant sind unter anderem Ostsee, Achterwasser, Peenestrom, Stettiner Haff, Wolgastsee und weitere Seen im Achterland.
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Wo bekommt man Angelkarten?
Angelkarten erhält man je nach Gewässer bei Fischereien, Ausgabestellen, Touristeninformationen oder online über entsprechende Portale.

Angeln auf Usedom braucht Vorbereitung

Usedom ist für Angler vielseitig. Ruhige Seen, flache Boddengewässer, Peenestrom, Haff und Ostsee bieten sehr unterschiedliche Möglichkeiten.

Gerade diese Vielfalt macht aber eine sorgfältige Vorbereitung nötig. Wer Gewässer, Erlaubnisse und aktuelle Regeln sauber trennt, kann auf Usedom gute Angelplätze finden und gleichzeitig Natur und Vorschriften respektieren.

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