Leuchtturm Mühlenbake - Wahrzeichen an der Swinemündung
Der Leuchtturm Mühlenbake gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen von Swinemünde. Das weiße Seezeichen mit seinen vier Windmühlenflügeln steht am Ende der Westmole, direkt dort, wo die Swine in die Ostsee mündet.
Leuchtturm Mühlenbake: Die wichtigsten Informationen
Genau genommen ist die Mühlenbake kein klassischer Leuchtturm. Unter ihrem polnischen Namen Stawa Młyny dient sie als festes Navigationszeichen für Schiffe, die sich der Hafeneinfahrt von Świnoujście nähern.
Der Spaziergang über die Mole, der freie Blick auf die Ostsee und die vorbeifahrenden Schiffe machen den Ort zu einem der schönsten kostenlosen Ausflugsziele auf der polnischen Seite Usedoms.

Ist die Mühlenbake ein Leuchtturm?
Im Deutschen wird das Bauwerk häufig als Leuchtturm Mühlenbake bezeichnet. Fachlich handelt es sich jedoch um eine Bake beziehungsweise ein festes Seezeichen.
Eine Bake ist ein gut sichtbares Navigationszeichen, das Schiffen bei der Orientierung hilft. Auf der Mühlenbake befindet sich zusätzlich ein Lichtsignal. Damit erfüllt sie bis heute eine praktische Aufgabe bei der Einfahrt in den Hafen von Swinemünde.
Der eigentliche große Leuchtturm von Swinemünde steht auf der anderen Seite der Swine auf der Insel Wollin, in der Nähe von Fort Gerhard. Die Mühlenbake befindet sich dagegen auf dem westlichen Molenkopf und ist deutlich kleiner.
Geschichte der Mühlenbake
Die Mühlenbake entstand in den Jahren 1873 bis 1874 während einer Modernisierung der Swinemünder Fahrrinne. Mit dem Ausbau des Hafens wurde ein zuverlässiges System benötigt, das Schiffe sicher durch die Hafeneinfahrt führen konnte.
Die erste Konstruktion war noch ein unbeleuchtetes Tageszeichen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Anlage modernisiert und mit einer Beleuchtung ausgestattet. Auch die Konstruktion und die auffälligen Flügel wurden im Laufe der Zeit verändert.
Die Kombination aus technischer Funktion und ungewöhnlicher Windmühlenform machte die Bake schon früh zu einem unverwechselbaren Bauwerk. Heute ist sie nicht nur ein Navigationszeichen, sondern auch ein wichtiges Symbol der Stadt.
Im Jahr 2019 wurde die Mühlenbake umfassend saniert. Seit dem 26. März 2026 steht das gesamte Bauwerk einschließlich seiner äußeren Bauteile offiziell unter Denkmalschutz.
Warum sieht die Mühlenbake wie eine Windmühle aus?
Die weiße, runde Konstruktion besitzt ein dunkles Dach und vier auffällige Flügel. Dadurch erinnert sie an eine kleine Windmühle. Genau diese Form erklärt auch den Namen Stawa Młyny, sinngemäß Mühlenbake.
Die Flügel drehen sich nicht wie bei einer echten Windmühle. Sie dienen vor allem der unverwechselbaren Erkennbarkeit des Seezeichens.
Heute taucht die Silhouette auf Postkarten, Souvenirs, Stadtmotiven und im offiziellen Logo von Swinemünde auf. Für viele Besucher ist sie das Motiv, das sie sofort mit der polnischen Hafenstadt verbinden.
Wie kommt man zur Mühlenbake?
Die Mühlenbake liegt am Ende der Westmole im Kurviertel von Swinemünde. Am einfachsten erreichst Du sie vom westlichen Ende der Promenade beziehungsweise aus dem Bereich der Straße Uzdrowiskowa.
Von dort führt der Weg in Richtung Strand und weiter zur Mole. Der letzte Abschnitt verläuft über den ungefähr 350 Meter langen steinernen Wellenbrecher direkt bis zum Seezeichen.
Parken an der Mühlenbake
Direkt an der Spitze der Mole kannst Du nicht parken. Geeignete Parkmöglichkeiten findest Du im Kurviertel und im Umfeld der Uzdrowiskowa. Von dort musst Du noch einen Fußweg bis zum Strand und über die Mole einplanen.
Der Bereich gehört zur stark besuchten Küstenzone von Swinemünde. Viele Stellplätze sind kostenpflichtig. Kontrolliere deshalb immer das Verkehrsschild, die Parkzone und die Angaben am Automaten.
In der Hauptsaison werden die Parkmöglichkeiten rund um Promenade und Strand schnell knapp. Früh am Vormittag oder am späteren Nachmittag ist die Anreise oft entspannter.
Ausführliche Hinweise zu Parkzonen, Automaten und Zahlungsmöglichkeiten findest Du auf meiner Seite Parken in Swinemünde.
Ist der Weg über die Mole gefährlich?
Bei ruhigem Wetter ist der Weg zur Mühlenbake ein beliebter Spaziergang. Trotzdem handelt es sich um einen offenen Wellenbrecher, der Wind, Regen, Spritzwasser und starkem Seegang direkt ausgesetzt ist.
Bei Sturm oder kräftigen Böen können Steine und Wege nass und rutschig werden. Wellen können über Teile der Mole schlagen. Dann solltest Du den Gang bis zur Spitze abbrechen oder die Mühlenbake nur vom Strand aus ansehen.
Mit kleinen Kindern solltest Du besonders aufmerksam sein. Der Weg besitzt nicht überall eine durchgehende Absturzsicherung. Festes Schuhwerk ist deutlich angenehmer als lose Sandalen oder glatte Sohlen.
Ist die Mühlenbake barrierefrei erreichbar?
Der Weg durch das Kurviertel und bis zum Beginn der Mole ist grundsätzlich gut erreichbar. Der eigentliche Molenweg besteht jedoch aus einer unebenen und teilweise schmalen Oberfläche.
Für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen kann der letzte Abschnitt deshalb schwierig sein. Auch Nässe, Sand und Wind beeinflussen die Zugänglichkeit. Im Zweifel lohnt sich bereits der Blick vom Strand oder vom Beginn des Wellenbrechers.
Blick auf Ostsee, Hafen und vorbeifahrende Schiffe
Der Weg zur Mühlenbake lohnt sich nicht nur wegen des Bauwerks. Von der Westmole öffnet sich der Blick auf die Ostsee, den Strand von Swinemünde und die stark befahrene Hafeneinfahrt.
Mit etwas Glück siehst Du Fähren, Frachtschiffe, Ausflugsschiffe oder kleinere Boote aus nächster Nähe vorbeiziehen. Dabei wird gut erkennbar, warum die Navigationszeichen an beiden Seiten der Fahrrinne so wichtig sind.

Die beste Zeit für Fotos an der Mühlenbake
Die Mühlenbake ist zu fast jeder Tageszeit ein schönes Motiv. Die Wirkung verändert sich jedoch stark mit Licht, Wetter und Besucherzahl.
Für ein klassisches Foto stellst Du Dich etwas weiter zurück auf die Mole und nutzt den Weg als führende Linie. Vom Strand aus lässt sich die Bake dagegen gut zusammen mit Wasser, Himmel und Molenkopf aufnehmen.
Die Mühlenbake als Ausflugsziel auf Usedom
Die Mühlenbake gehört zu den Sehenswürdigkeiten auf Usedom, die sich ohne Eintritt und ohne feste Besuchszeit erleben lassen.
Sie eignet sich besonders für einen halben Ausflugstag nach Swinemünde. Du kannst den Spaziergang mit dem Strand, der Promenade, dem Kurviertel und den historischen Anlagen an der Swinemündung verbinden.
Weitere Freizeitangebote, Museen und Ausflugsziele findest Du außerdem auf der Übersichtsseite Attraktionen auf Usedom.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen in der Nähe?
Die Westmole liegt in einem Bereich, in dem sich mehrere Ziele gut miteinander verbinden lassen. Für die folgende Runde solltest Du je nach Tempo mehrere Stunden einplanen.
Das Fort Zachodni liegt besonders günstig für eine Kombination mit der Mühlenbake. Auch Fort Aniola lässt sich in einen längeren Rundgang einbauen.
Eine Einordnung aller erhaltenen Forts findest Du auf der Seite Festungsanlage Swinemünde.
Mein Vorschlag für einen halben Tag in Swinemünde
Lohnt sich der Besuch der Mühlenbake?
Ja. Die Mühlenbake ist kein großes Museum und kein Aussichtsturm, sondern ein kurzer, kostenloser Ausflug mit viel maritimer Atmosphäre.
Der eigentliche Höhepunkt ist die Kombination aus Molenweg, Ostseeblick, Hafeneinfahrt und dem ungewöhnlichen Seezeichen. Gerade wenn Schiffe vorbeifahren oder das Licht über dem Wasser wechselt, zeigt sich Swinemünde hier von seiner schönsten Hafenseite.
Wer die polnische Seite Usedoms bisher nur mit Einkaufen und Promenade verbunden hat, bekommt an der Mühlenbake einen deutlich anderen Eindruck von der Stadt.
Häufige Fragen zum Leuchtturm Mühlenbake
Die Mühlenbake steht am Ende der Westmole in Świnoujście. Sie befindet sich an der westlichen Seite der Hafeneinfahrt, direkt an der Mündung der Swine in die Ostsee.
Nein. Genau genommen ist sie eine Bake beziehungsweise ein festes Navigationszeichen. Wegen ihres Lichtsignals und ihrer Lage wird sie im Deutschen trotzdem häufig Leuchtturm Mühlenbake genannt.
Die Mühlenbake ist rund 10 Meter hoch.
Das Seezeichen wurde in den Jahren 1873 bis 1874 während der Modernisierung der Swinemünder Fahrrinne errichtet.
Nein. Die Mühlenbake ist kein begehbarer Aussichtsturm. Besucher können das Bauwerk von außen ansehen und bis zum Molenkopf laufen.
Nein. Für den Spaziergang über die Westmole und den Besuch von außen wird kein Eintritt verlangt.
Der historische westliche Wellenbrecher ist ungefähr 350 Meter lang.
Du kannst den Bereich gut mit dem Fahrrad aus Richtung Ahlbeck und Promenade erreichen. Auf dem letzten Abschnitt solltest Du auf Fußgänger, Untergrund und mögliche örtliche Hinweise achten.
Bei Sturm, starkem Wind oder über die Mole schlagenden Wellen solltest Du den Weg nicht betreten. Beachte Absperrungen und die aktuelle Situation vor Ort.
Offizielle Informationen zur Mühlenbake
Für geschichtliche Angaben, aktuelle Hinweise und mögliche Änderungen am Zugang kannst Du zusätzlich die offiziellen Seiten von Swinemünde aufrufen: