Pudagla auf Usedom

NVA & Schloss

Pudagla auf Usedom

Die Ortschaft Pudagla liegt im Achterland der Insel Usedom, zwischen dem Achterwasser und dem Schmollensee, am Fuße des “Glaubensberg”. Dieser Berghügel ist rund 39 Meter hoch und wird gern von Wanderern oder Radfahrern besucht, denn von dort hast Du einen herrlichen Blick über den Schmollensee und unsere schöne Insel. Wenn auch Du das Dorf einmal besuchen möchtest, erreichst Du die Ortschaft mit dem Auto direkt über die Bundesstraße 111. Die erstmalige Erwähnung des Ortes wird auf das Jahr 1270 beurkundet, damals noch unter dem Namen “Pudgla”, welcher auch “Putglow” geschrieben wurde. Dieser Name beinhaltet die slawische Umschreibung für “am Berg”, was für Pudagla ja zutrifft. In der verträumten Gemeinde leben um die 400 Einwohner.

NVA Stützpunkt Pudagla

Vielen Besuchern ist Pudagla vielleicht noch als NVA- (Nationale Volksarmee) Stützpunkt bekannt, denn bis zur Wiedervereinigung unseres Landes waren hier zwei Einheiten der NVA beheimatet. Nach der Wiedervereinigung betrieb die Bundeswehr diese Standorte noch bis 1993 weiter. Heute findest Du an der Stelle, wo damals noch die Kasernen standen, ein großes Gewerbegebiet, Kiesgruben und Recyclinganlagen. Aber auch Freizeitstätten, wie zum Beispiel eine Motocrossbahn oder “Gullivers Welt”, haben sich hier angesiedelt.

Schloss Pudagla & Bockwindmühle

Die meisten Besucher unserer Insel werden den Ort aber in Zusammenhang mit der beeindruckenden Bockwindmühle in Verbindung bringen. Dieses, über 300 Jahre alte, historische Denkmal solltest Du Dir unbedingt mal ansehen. Und wenn Du schon einmal da bist, mache ruhig auch einen Abstecher zum Schloss Pudagla, welches von außen noch ein wenig den Charme der Vergangenheit widerspiegelt. Hier lebte im 16. Jahrhundert die Herzogin Marie, Mutter des Herzogs Ernst-Ludwig von Pommern-Wolgast. Heute dient das Schloss als Wohnhaus, aber eine kleine Besichtigung von außen ist noch möglich.

Wenn Du in Richtung Achterwasser unterwegs bist, wirst Du bestimmt auch den “Teufelsstein” entdecken, der einer Sage nach von einem Riesen zur Zerstörung des Klosters geworfen wurde, ihm aber aus der Hand rutschte und ins Achterwasser fiel. Dieser große “Brocken” misst 22 Kubikmeter und ist nicht zu übersehen.

Schloss Pudagla
Schloss Pudagla Rückseite
Bockwindmühle Pudagla