Der Usedomer Gesteinsgarten

Neu Pudagla · Findlinge · Erdgeschichte

Usedomer Gesteinsgarten - Findlinge aus Milliarden Jahren Erdgeschichte

Der Usedomer Gesteinsgarten liegt am Forstamt Neu Pudagla bei Ückeritz. Mehr als 150 wissenschaftlich dokumentierte Findlinge und Gesteine zeigen, was die Eiszeiten aus Skandinavien bis nach Usedom gebracht haben. Der Eintritt ist frei und der Garten ist ganzjährig zugänglich. Für mich ist er vor allem ein ruhiger Zwischenstopp, den ich mit anderen Zielen in der Umgebung verbinden würde.

🪨 Mehr als 150 dokumentierte Gesteine und Findlinge
💶 Eintritt frei und ganzjährig zugänglich
⚖️ Der größte Findling wiegt rund 11,4 Tonnen
🌲 Ruhige Lage am Forstamt Neu Pudagla
Usedomer Gesteinsgarten auf dem Forsthof Neu Pudagla
Große Findlinge, alte Bäume und ausführliche Infotafeln prägen den Gesteinsgarten in Neu Pudagla.

Ruhig, interessant und angenehm zu laufen

Ich war zuletzt im Herbst 2025 im Gesteinsgarten. Wir waren mit unserem Hund Bono dort und hatten den Garten an diesem Tag tatsächlich komplett für uns allein.

Genau diese Ruhe ist mir hängen geblieben. Du läufst ohne großes Drumherum zwischen den Findlingen durch und kannst Dir die einzelnen Steine und Tafeln in Ruhe ansehen.

Besonders interessant finde ich die Kombination aus den teilweise riesigen Findlingen und den ausführlichen Informationen dazu. Die Steine wirken zunächst einfach wie große Brocken im Wald. Wenn Du dann liest, woher sie stammen und wie alt sie sind, bekommst Du einen ganz anderen Blick darauf.

🍂
Ich würde den Gesteinsgarten besonders im Frühjahr oder Herbst besuchen. Dann ist es meist ruhiger und ein Spaziergang durch das Gelände für mich angenehmer als an einem heißen Sommertag.

Mehr als 150 Findlinge im Usedomer Gesteinsgarten

Im Gesteinsgarten sind mehr als 150 Gesteine wissenschaftlich dokumentiert. Die Sammlung entstand in Zusammenarbeit mit der Universität Greifswald und der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern.

Viele der Findlinge wurden während der Eiszeiten aus Skandinavien und dem Bereich der heutigen Ostsee bis nach Usedom transportiert.

An den Steinen findest Du Informationstafeln, auf denen Herkunft, Gesteinsart und weitere Hintergründe erklärt werden. Genau diese Tafeln machen den Rundgang für mich interessanter als eine reine Ansammlung großer Steine.

Exponate Mehr als 150 wissenschaftlich dokumentierte Gesteine
Ältester Stein Etwa 2 Milliarden Jahre alt
Größter Findling Rund 11,4 Tonnen schwer
Eintritt Kostenlos
Zugang Ganzjährig und rund um die Uhr
Große Findlinge im Usedomer Gesteinsgarten
Manche Findlinge wirken erst richtig beeindruckend, wenn Du direkt davorstehst.

Wie die Findlinge nach Usedom kamen

Die heute auf Usedom liegenden Findlinge stammen ursprünglich aus ganz anderen Regionen.

Während der Eiszeiten bewegten sich gewaltige Gletscher aus dem Norden über das Gebiet der heutigen Ostsee. Dabei nahmen sie Gestein aus Skandinavien und vom Untergrund der Ostsee auf und transportierten es über große Entfernungen.

Als sich das Eis zurückzog, blieben Geröll, Sand, Geschiebe und große Findlinge zurück. Diese Prozesse haben die Landschaft im Norden Deutschlands und damit auch Usedom entscheidend geprägt.

Besonders erstaunlich ist das Alter einzelner Steine. Der älteste Findling der Sammlung ist ungefähr zwei Milliarden Jahre alt.

🪨
Wenn Du Dir die Infotafeln wirklich durchliest, brauchst Du für den Rundgang deutlich länger als jemand, der nur einmal zwischen den Findlingen hindurchläuft.

Für Naturinteressierte besser als für kleine Kinder

Der Gesteinsgarten wird häufig als Familienziel genannt. Technisch stimmt das auch: Der Zugang ist unkompliziert und das Gelände lässt sich mit Kindern gut besuchen.

Inhaltlich sehe ich es etwas anders.

Wenn Kinder sich nicht ohnehin für Steine, Natur oder Erdgeschichte interessieren, dürfte der Rundgang für sie relativ schnell langweilig werden. Die Stärke des Gesteinsgartens liegt für mich bei den Findlingen und den Informationen dazu.

Für Kinder ist der direkt benachbarte Kletterwald Usedom wahrscheinlich deutlich spannender.

Naturinteressierte Sehr passend
Geologie Besonders interessant durch die ausführlichen Infotafeln
Kleine Kinder Für mich eher kein Ziel für einen längeren eigenständigen Ausflug
Hund Wir waren selbst problemlos mit Bono auf dem Rundgang unterwegs

Den Gesteinsgarten würde ich mit anderen Zielen verbinden

Nur für den Gesteinsgarten allein würde ich persönlich nicht extra eine längere Fahrt über die Insel machen.

Bei unserem letzten Besuch haben wir uns anschließend noch den direkt benachbarten Kletterwald angesehen und sind danach zu einem kleinen Hafen weitergefahren. So ergibt sich für mich der deutlich rundere Ausflug.

Rund um Neu Pudagla liegen mehrere Ziele dicht beieinander. Neben Gesteinsgarten und Kletterwald gibt es dort auch das Waldkabinett und den Waldladen des Forstamtes.

Waldkabinett und Waldladen in Neu Pudagla

Wenn Du schon am Forstamt bist, kannst Du den Gesteinsgarten mit dem Waldkabinett verbinden.

Dort geht es nicht um Geologie, sondern um den Lebensraum Wald. Damit ergänzt die Ausstellung den Gesteinsgarten thematisch gut.

Im selben Bereich befindet sich außerdem der Waldladen des Forstamtes.

🕒
Der Gesteinsgarten selbst ist jederzeit frei zugänglich. Für Waldkabinett und Waldladen gelten dagegen eigene Öffnungszeiten. Wenn Du beides miteinander verbinden möchtest, prüfe diese vorher.

So kommst Du zum Usedomer Gesteinsgarten

Der Gesteinsgarten liegt am Forstamt Neu Pudagla im Gemeindegebiet des Seebades Ückeritz und ist von der B111 aus gut erreichbar.

Adresse Neu Pudagla 2, 17459 Seebad Ückeritz
Auto Parkmöglichkeit am Forstamt
Bahn Haltepunkt Neu Pudagla / Forstamt
Fußweg ab Bahn Etwa 450 Meter beziehungsweise ungefähr fünf Minuten
Barrierefreiheit Der Zugang vom Haltepunkt ist barrierefrei, der Gesteinsgarten wird auch als kinderwagengeeignet geführt

Wenn Du ohne Auto unterwegs bist, ist die Usedomer Bäderbahn für dieses Ziel ungewöhnlich praktisch.

🚆
Der Haltepunkt trägt den passenden Namen Neu Pudagla / Forstamt. Von dort musst Du also keine lange Wanderung einplanen.

Öffnung und offizielle Informationen

Der Usedomer Gesteinsgarten ist nach Angaben der Landesforst ganzjährig und rund um die Uhr frei zugänglich. Eintritt wird nicht erhoben.

Für Änderungen rund um das Gelände, das Waldkabinett oder Veranstaltungen würde ich vor einem gezielten Besuch die Angaben der Landesforst prüfen.

Gesteinsgarten:
Ganzjährig und rund um die Uhr zugänglich.
Eintritt:
Kostenlos.
Parken:
Parkplatz am Forstamt vorhanden.
ÖPNV:
Mit der UBB bis Neu Pudagla / Forstamt.
ℹ️
Aktuelle amtliche Informationen findest Du beim Forstamt Neu Pudagla der Landesforst Mecklenburg-Vorpommern.

Fragen zum Usedomer Gesteinsgarten

?
Wo liegt der Usedomer Gesteinsgarten?
Der Gesteinsgarten liegt am Forstamt Neu Pudagla im Gemeindegebiet des Seebades Ückeritz direkt an der B111.
?
Kostet der Usedomer Gesteinsgarten Eintritt?
Nein. Der Gesteinsgarten ist kostenlos und ganzjährig rund um die Uhr zugänglich.
?
Wie viele Steine gibt es im Gesteinsgarten?
Das Umweltbundesamt nennt mehr als 150 wissenschaftlich dokumentierte Exponate. Ältere Angaben mit exakt 155 Stück sind deshalb für mich nicht mehr die beste Zahl für eine aktuelle Beschreibung.
?
Wie schwer ist der größte Findling?
Die Landesforst Mecklenburg-Vorpommern gibt für den größten Findling rund 11,4 Tonnen an.
?
Ist der Gesteinsgarten für Kinder interessant?
Der Gesteinsgarten ist problemlos mit Kindern zugänglich. Inhaltlich finde ich ihn für kleinere Kinder aber eher weniger spannend. Der direkt benachbarte Kletterwald dürfte für viele Kinder interessanter sein.
?
Wann lohnt sich ein Besuch besonders?
Ich mag den Gesteinsgarten besonders im Frühjahr und Herbst. Der Garten ist aber ganzjährig zugänglich.

Ein ruhiger Zwischenstopp für alle, die genauer hinschauen

Der Usedomer Gesteinsgarten ist für mich kein Ausflugsziel, für das ich allein quer über die Insel fahren würde.

Wenn Du sowieso in Neu Pudagla unterwegs bist oder den Kletterwald, das Forstamt oder andere Ziele in der Umgebung besuchen möchtest, lohnt sich der Rundgang aber auf jeden Fall.

Mir gefallen vor allem die großen Findlinge und die ausführlichen Infotafeln. Bei unserem Besuch im Herbst 2025 waren wir mit Bono komplett allein im Garten. Dadurch war die Runde besonders ruhig und angenehm.

Für Naturinteressierte und Menschen, die mehr über die Entstehung der Insel erfahren möchten, ist das ein schöner kurzer Abstecher ohne Eintritt und ohne große Planung.

Der Usedomer Gesteinsgarten
WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner